Handgemacht

Frauke Alber bildet im Keramikhandwerk aus

Greta Krohn macht eine Ausbildung in der Keramikwerkstatt von Frauke Alber. Wenige Keramikkünstler können sich Lehrlinge leisten, deshalb gibt es wenige Stellen. Die Zukunftsaussichten sind dürftig.
01.11.2020, 13:24
Lesedauer: 1 Min
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Von Patricia Friedek Fotos: Fabian Wilking

Bremen. Frauke Alber betreibt ein Keramik-Atelier in der Schweizer Straße. Sie bietet eine der wenigen Lehrstellen für Auszubildende in der Umgebung an. Ihre Auszubildende Greta Krohn lernt in ihren zwei Lehrjahren das Keramikhandwerk von der Pike auf: Das Drehen, Brennen, Glasieren, Schleifen und Vergolden der Stücke. Das Vergolden ist eine Besonderheit von Frauke Albers Kunst, genau wie das Verwenden von Porzellan, das sehr weich und daher schwierig zu formen ist.

Seit der Bundestag den Mindestlohn für Auszubildende beschlossen hat, müssen Betriebe mindestens 515 Euro Lohn im ersten Lehrjahr bezahlen. Das sei für Keramikwerkstätte kaum machbar, sagt Alber. „Wir verdienen lange Zeit gar nichts an den Auszubildenden.“ Es sei ein langer Prozess, bis die Lehrlinge in der Lage sind, größere Gefäße zu drehen oder in Serie zu produzieren – also viele exakt gleiche Stücke herzustellen. Doch Alber mache es Spaß, ihr Wissen weiterzugeben.

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