Haltestelle „Bei den drei Pfählen“

Grenzgebiet

Die Haltestelle „Bei den drei Pfählen“ ist tatsächlich ein Grenzgebiet. Zumindest historisch gesehen. Der Name erinnert an die frühere Grenze zwischen Bremen und Hastedt.
02.08.2019, 15:36
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Grenzgebiet
Von Ulrike Troue

Der Straßenname „Bei den drei Pfählen“ erinnert an die frühere Grenze zwischen Bremen und Hastedt. Sie verlief in Höhe der Stader Straße. Seit Hastedt als Ortsteil zu Hemelingen kam, gehört das Gebiet zwischen Stader Straße und Georg-Bitter-Straße zum Stadtteil Östliche Vorstadt. Das Kuriose der Haltestelle ist, dass der Bahnsteig für Menschen, die ins Zentrum wollen, im Ortsteil Peterswerder liegt – und der Haltepunkt für alle, die stadtauswärts unterwegs sind, vor dem BdP-Haus im Hulsberg-Viertel. „Peterswerder“ war ursprünglich der Name zweier kleiner Inseln. Werder bedeutet Flussinsel. Eine dürfte etwa an der Stelle des Weserstadions gelegen haben, vor dem rechten Weserufer, wo es westlich der Pauliner Marsch an den Eisenradsdeich stieß. Wo heute die Straße „Am Schwarzen Meer“ ist, gab es um 1800 ein Fließgewässer mit zwei Tümpeln. Der Hulsberg war ein 1383 erstmals genannter Teilbereich in dem über 20 Kilometer langen Dünenrücken von der Bremer Düne bis zur Verdener Heide. Die Straße „Am Hulsberg“ wurde 1909 nach dem Ortsteil benannt, in dem Stechpalmen wuchsen – Hulsen genannt.

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