Am Bremer Hauptbahnhof

Intensivtäter bedroht Ordnungsdienst mit Waffen-Attrappe

Ein 32 Jahre alter sogenannter Intensivtäter hat am Mittwochabend auf dem Bahnhofsplatz eine Streife des Ordnungsdienstes mit einer Waffen-Attrappe bedroht und „Peng peng“ gebrüllt. Die Polizei nahm ihn fest.
26.09.2019, 13:24
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Intensivtäter bedroht Ordnungsdienst mit Waffen-Attrappe
Von Michael Rabba
Intensivtäter bedroht Ordnungsdienst mit Waffen-Attrappe

Die Polizei hat am Bremer Hauptbahnhof einen Intensivtäter festgenommen, der Ordnungsdienstmitarbeiter mit einer Waffen-Attrappe bedroht hat. (Symbolbild)

Björn Hake

„Es war eine heikle Situation“ beschreibt die Polizei, was eine Streife des Ordnungsdienstes am Mittwochabend in der Bahnhofsvorstadt erlebte. Aus einer Gruppe heraus steuerte gegen 19 Uhr plötzlich ein Mann direkt auf ein Einsatzfahrzeug des Ordnungsdienstes zu. Dabei zog er eine Schusswaffe aus seiner Jacke und rief lautstark „Peng peng“.

Die 32-jährige Mitarbeiterin und ihr 34-jähriger Ordnungsdienstkollege hätten erst auf den zweiten Blick erkannt, dass sie mit keiner echten Waffe bedroht wurden. Sie verließen ihr Fahrzeug und „sprachen den Mann lautstark an“, so der Polizeibericht. Daraufhin habe dieser die Waffen-Attrappe vor ihre Füße geworfen. Die alarmierten Einsatzkräfte der Polizei nahmen den Mann vor Ort fest und beschlagnahmten die sogenannte Anscheinswaffe. Bei dem Festgenommenen handelt es sich nach Mitteilung der Beamten um einen 32 Jahre alten Intensivtäter, gegen den jetzt wegen Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt wird.

Die Polizei Bremen weist darauf hin, dass laut Waffengesetz das Tragen von Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit verboten ist. Anscheinswaffen sind Attrappen, die täuschend echt aussehen, es aber nicht sind. Ein Verstoß gegen das Waffengesetz ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Neben dem Bußgeld könnten auch die Kosten für einen Polizeieinsatz in Rechnung gestellt werden.

Solche Waffen-Attrappen seien meist kaum von echten Waffen zu unterscheiden, betont die Polizei. Folge seien aufwendige Polizeieinsätze, häufig mit Spezialeinsatzkräften. Deutschlandweit habe es bereits Verletzte bei solchen Einsätzen gegeben - insbesondere, „wenn eine Waffe gezielt auf Personen gerichtet wird und eine Gefahr für das Leben der Bürger oder Einsatzkräfte anzunehmen ist, kann dies im schlimmsten Fall zu einer Schussabgabe seitens der Einsatzkräfte führen“.

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