Kommentar über Corona-Auflagen

Neue Corona-Regeln sind notwendig

Zur Eindämmung des Coronavirus haben sich Angela Merkel und die Bürgermeister von elf Großstädten - darunter Bremen - auf neue Maßnahmen verständigt. Sie sind auch notwendig, meint Mario Nagel.
10.10.2020, 05:00
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Von Mario Nagel
Neue Corona-Regeln sind notwendig

Der Senat hat das Ordnungsamt dazu ermächtigt eine Maskenpflicht an Orten einzuführen, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann – wie das Gebiet um den Sielwall.

fr

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Bürgermeister von elf deutschen Großstädten haben sich auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus geeinigt. Das wird nur bei wenigen Menschen für Jubel sorgen, doch den sollen die neuen Regeln auch gar nicht auslösen. Es geht darum, Leben zu retten. Viele Menschen scheinen das Coronavirus weiterhin auf die leichte Schulter zu nehmen: Eskalierende Privatpartys wie Hochzeitsfeiern, Auslandsreisen und die steigende Zahl von Maskenverweigerern sind jedenfalls ein Indiz dafür.

Es gilt, die Sinne zu schärfen, damit ein zweiter Lockdown verhindert werden kann. Wenn das bedeutet, dass ab 23 Uhr eine Sperrstunde für die Gastronomie gilt und auf öffentlichen Plätzen eine Maske getragen werden muss, dann ist das ein Preis, den wohl jeder zahlen kann. In München galt Ende September eine Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen, weil der Inzidenz-Wert bei über 50 lag. Fast die gesamte Fußgängerzone war betroffen. Heute liegt der Wert zwar noch bei 42,4, ist dafür aber stabil. In Bremen steigen die Infektionszahlen dagegen noch immer – die neuen Regeln sind deshalb notwendig.

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