Kommentar zu Gastronomie am Marktplatz

Saison für Bremer Gastronomen beendet

Wäre es wirklich nicht möglich gewesen, eine Lösung zu finden? Eine, die den Interessen der Wirte Rechnung trägt, die verspätet gestartete Draußensaison trotz Volksfest zu verlängern? Das fragt Timo Thalmann.
07.10.2020, 05:00
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Saison für Bremer Gastronomen beendet
Von Timo Thalmann
Saison für Bremer Gastronomen beendet

Zugunsten des kleinen Freimarkts müssen die Gastronomen am Marktplatz ihre Außenbestuhlung räumen (Archivbild).

Frank Thomas Koch

Mag sein, dass am Ende aller Interessenabwägungen die Entscheidung opportun ist, die Gastronomen am Markt genauso wie in den Vorjahren anzuweisen, ihre Tische und Stühle einzuräumen, weil der kleine Freimarkt und etwas später auch der Weihnachtsmarkt den Platz brauchen. Aus Sicht des Wirtschaftsressorts als Veranstalter der Märkte gab es nur diese Lösung. Aber es entsteht schon der Eindruck, man hat das einfach von vornherein so gehandhabt – wie in den Vorjahren.

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Die Gastronomie hat bis jetzt ein schwieriges Jahr hinter sich gebracht und die Aussichten sind aktuell auch eher trübe. Umso wichtiger ist es, dass ihr Angebot gerade an zentralen Orten wie dem Marktplatz bestehen bleibt. Die Wirte bespielen Bremens gute Stube ganzjährig, auch wenn gerade kein Volksfest stattfindet. Das sorgt für städtisches Flair und trägt zu einer belebten Innenstadt bei. Wäre es wirklich nicht möglich gewesen, eine Lösung zu finden, die ihrem Interesse Rechnung trägt, die verspätet gestartete Draußensaison diesmal ein wenig zu verlängern? Es erscheint widersinnig, einerseits Sonderhilfen wegen Corona zu gewähren und andererseits das Geschäft zu erschweren.

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