Kommentar über Inklusion und Corona

Genau jetzt

In der Zeit der Sommerferien muss geplant werden, wie digitales Lernen so funktionieren kann, dass möglichst alle Kinder in Bremen mitgenommen werden, meint Sara Sundermann.
06.07.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Genau jetzt
Von Sara Sundermann
Genau jetzt

In der Corona-Krise droht das Thema Inklusion an den Bremer Schulen ins Hintertreffen zu geraten.

Julian Stratenschulte /dpa

Schulleitungen und Lehrkräfte hatten nach der Wiedereröffnung der Schulen erst einmal genug damit zu tun, das Lernen in Zeiten von Corona zu organisieren. Da gab es Sorge vor Ansteckung, Ängste von Kindern und Kollegen, verpassten Lernstoff. Doch genau jetzt ist es an der Zeit, die nächsten Schritte zu planen.

Ein neues Bündnis mahnt an, die Inklusion dürfe trotz Pandemie und Personalmangel in der Bildung nicht hintenüberfallen. Zu Recht. Schulen und besonders die Bildungsbehörde sollten die Sommerferien nutzen, um vorzubereiten, wie der Alltag im neuen Schuljahr konkret aussehen kann. Dabei muss die Gestaltung von Inklusion im neuen Modus ein Thema sein.

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Eine Rückkehr zu überholten pädagogischen Methoden wie Frontalunterricht sollte sich nicht dauerhaft einschleichen. Und auch ohne Corona ist die Digitalisierung an deutschen Schulen längst überfällig. In einem Bundesland wie Bremen, wo jedes zweite Kind von mindestens einer Risikolage wie Armut und Bildungsferne betroffen ist, muss dringend mitgedacht werden, wie digitales Lernen aussehen kann, damit alle Schülerinnen und Schüler mitgenommen werden.

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