Zweites Gospelwochenende

Mit Kultur gegen Spaltung der Gesellschaft

Oh happy day, die Zweite. Die Homepage des zweiten Bremer Gospel-Wochenendes ist seit knapp 14 Tagen online, sodass sich interessierte Chöre anmelden können.
31.03.2019, 05:39
Lesedauer: 2 Min
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Mit Kultur gegen Spaltung der Gesellschaft
Von Sigrid Schuer
Mit Kultur gegen Spaltung der Gesellschaft

Die Anmeldefrist läuft für das von Elombo Boyaela initiiierte Gospel-Festival.

Scheitz

Elombo Boyaela strahlt. Schon jetzt freut er sich auf das zweite Bremer Gospel-Wochenende, das am Sonnabend, 17. und Sonntag, 18. August, wieder in der Bremer Innenstadt über die Bühne gehen soll. Die Homepage ist seit knapp zwei Wochen online. Interessierte Chöre können sich also schon jetzt für die kostenlose Teilnahme anmelden. Waren es 2018 noch 17 teilnehmende Chöre, will Initiator Boyaela in diesem Jahr die Marke von 30 teilnehmenden Chören knacken.

Das erste Gospel-Wochenende war im Sommer vergangenen Jahres ein Riesenerfolg. Die verschiedensten Gospelchöre rockten Bremens gute Stube, aber auch den St.-Petri-Dom und andere Kirchen sowie die Zentralbibliothek. Darunter auch Chöre aus Ghana und Nigeria. Die Spielorte waren mehr als gut besucht. Die Zentralbibliothek samt Direktorin Barbara Lison ist auch dieses Mal Kooperationspartner. Immerhin ist Bremen eine Gospel-Hochburg. Viele Kirchengemeinden verfügen mindestens über einen eigenen Gospelchor. Wie im vergangenen Jahr soll auch dieses Mal das Gospel-Wochenende am Sonnabend, 17. August, mit einem Workshop in der Martin-Luther-Gemeinde in Findorff eröffnet werden. Gegeben wird er wieder von dem renommierten Gospel-Star Chris Lass. Der Ur-Bremer besitzt sowohl den deutschen als auch den britischen Pass und fand nach eigenen Angaben in der Bremer Zionsgemeinde zur Gospelmusik.

„Vorkenntnisse sind nicht nötig. Jeder kann singen über Frieden und Liebe“, ist Elombo Boyaela überzeugt, der inzwischen nicht mehr in Oslebshausen, sondern in Blumenthal wohnt. Und mit Musik ginge eben alles besser, auch der Frieden, den wir Tag täglich miteinander aushandeln müssten. „Denn Frieden gibt es nicht per Gesetz. Frieden ist das, was wir jeden Tag tun“, betont Boyaela. „Da sind wir alle gefragt. Und Kultur ist ein probates Mittel gegen die Spaltung der Gesellschaft.“ Und so soll es denn auch am Sonntag, 18. August, wieder sein, wenn verschiedene Chöre und Menschen die unterschiedlichsten Kirchen zum Klingen bringen sollen. Am Sonntagabend soll im St.-Petri-Dom dann wieder das große Abschluss-Konzert steigen.

Für Elombo Boyaela gehört der Dreiklang von Musik, Kultur und Religion zusammen. Als Sohn eines Pastors aus der Demokratischen Republik Kongo ist er mit der traditionellen Gospel-Musik aufgewachsen und leitet in Bremen selbst den Gospel-Chor „Ohne Grenzen“ mit Mitgliedern aus der Demokratischen Republik Kongo, aus Kamerun, Frankreich und Deutschland. Vor 16 Jahren hat er den Chor gegründet. Ehrensache, dass der Chor auch beim zweiten Bremer Gospel-Wochenende wieder mit von der Partie sein wird. Und eines betont Boyaela abschließend: „Die Bremische Evangelische Kirche ist unsere Unterstützerin Nr. 1, ohne sie würden wir es nicht schaffen.“ So hätte sie die Räume kostenlos zur Verfügung gestellt. Außerdem mussten ja die Bühne auf dem Marktplatz aufgebaut und das Sicherheitspersonal gestellt werden. Sein Dank geht aber ausdrücklich auch an alle anderen Sponsoren. Und er verspricht: „Wir wollen im August auch dieses Mal den Marktplatz wieder zum Kochen bringen!“

Anmeldungen werden gern entgegen genommen unter gospel-wochenende.bremen@web.de oder bei Elombo Boyaela unter Telefon 0421 22 29 33 39 oder per SMS an 0163 4 80 73 54.

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