Veranstaltungsreihe „Hut ab“

Musiker ziehen von Tresen zu Tresen

Akustisch treten lokale Singer-Songwriter und Musiker unter dem Titel „Hut ab“ in 16 Kneipen im Bremer Viertel auf. Es soll eine kleine und feine Veranstaltung mit lokalen Tönen werden.
17.10.2018, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Musiker ziehen von Tresen zu Tresen
Von Pascal Faltermann
Musiker ziehen von Tresen zu Tresen

Der Hut geht rum, wenn die Musiker ihre Songs in den Kneipen des Bremer Viertels gespielt haben.

Bella D.

Es geht ihnen um die Musik. Die Betreiber oder Besitzer von 16 Kneipen im Bremer Ostertor und Steintor haben sich zusammengeschlossen und wollen Singer-Songwritern, Liedermachern und Musikern eine Plattform bieten. Und wie es die Bremer kennen, sollen die Künstler im Stile der wandernden Stadtmusikanten in verschiedenen Locations auftreten.

Am Donnerstag, 25. Oktober, von 19 bis 22 Uhr, werden die Konzerte keinen Eintritt kosten. Die durch die Läden ziehenden Musiker spielen für das, was Besucher in den Hut werfen. Folglich lautet der Titel der Veranstaltungsreihe: „Hut ab! – ein Abend mit Musik“. Über das Bremer Viertel wird seit Jahren gesprochen. Die Diskussionen sind teilweise hitzig: Dem einen ist es zu laut, dem anderen zu leise.

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Zu viel Müll, zu viel raumgreifende Außengastronomie, zu viele Fahrradunfälle oder eine zu hohe Kriminalität. Irgendwas ist immer. Die Gastronomen, Kneipiers und Clubbetreiber wollen diesem Image etwas entgegen stellen. „Wir wollen zeigen, was Bremen wirklich kann. Und das Viertel kann Kultur und Musik“, sagt Christoph Lottes, Inhaber des Fehrfeld.

Als einer von 16 Kneipenbesitzern will er gemeinsam mit seinen Kollegen, die alle unter dem Namen „Kulturschutzgebiet Bremen“ zusammenkommen, etwas „Kleines, Feines mit lokalen Tönen“ auf die Beine stellen. Das alles soll im Einklang mit den Anwohnern geschehen und leise statt laut sein. Unter anderem aus diesem Grund ist ab 22 Uhr Schluss mit der Musik.

Die Veranstalter wollen damit auch beweisen, dass es ihnen nicht um Ballermann-Partys und wilde Feiern geht. Neue Fronten zwischen den Menschen, die im Viertel leben und denen die dort weggehen, sollen durch den Abend auf keinen Fall aufgebaut werden. Es gehe um die Gemeinsamkeiten, den Austausch und die Kommunikation, sagt Lottes.

Die Vielfalt des Viertels

Einen Hauptveranstalter für den Abend gibt es nicht. Ob in der Eckkneipe Eisen oder im Engel Weincafé, im kultigen Burgerladen Rock & Wurst oder im Irish Pub Hegarty’s – jeder Laden richtet die kleinen Konzerte selbst aus. Die Musiker spielen alle akustisch jeweils ein paar Songs und ziehen dann von Tresen zu Tresen weiter.

Durch diesen Abend wollen die Kulturschaffenden und Gastronomen die Vielfalt des Viertels aufzeigen. In den Kneipen gebe es eben nicht nur Kaltgetränke, sondern auch eine kulturelle Bandbreite, sagt Christoph Lottes. Vom Quiz- und Bingo-Abend bis hin zu Ausstellungen oder kleinen Theaterstücken hätten die Läden mehr zu bieten. „Das macht nämlich tatsächlich die Lebensqualität im Viertel aus“, so Lottes.

Weitere Informationen

Folgende Kneipen nehmen teil: ChinChilla, Eisen, Engel Weincafé, Fehrfeld, Feldschlößchen Bar, Heartbreak Hotel, Hegarty’s Irish Pub, Heldenbar, Litfass, Maerz, Malenchen, Perlen & Primaten, Rock & Wurst, Rum Bumper's, Urlaub und Wohnzimmer.

Diese Künstler haben bereits zugesagt: Anna Wydra, Contrast Conspiracy, Goldilocks and the Nightingale, Heart of a Bear, Jan Lüchow, Jonny Glut, Luka & Kai, Knipp Gumbo, Living Rooms, Only Romeo, Misha Kappa, Olaf Kock, Rabble Rousers und Sometimes united.

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