Kooperation von Polizei und Feuerwehr Nicht so einfach

Bei aller sinnvollen Zusammenarbeit, die jeweiligen Zuständigkeiten von Rettungsdiensten und Strafverfolgung sollten auch bei gemeinsamen Leitstellen strikt getrennt bleiben, findet Timo Thalmann.
09.03.2020, 07:18
Lesedauer: 1 Min
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Nicht so einfach
Von Timo Thalmann

Manche Ideen scheinen so naheliegend, dass man sich wundert, warum niemand früher darauf gekommen ist. Gemeinsame Leitstellen von Polizei und Feuerwehr gehören auf den ersten Blick dazu. Hand in Hand können Gefahrenabwehr und Rettungsdienste im Ernstfall für den Bürger da sein. Das klingt viel zu sinnvoll, um es nicht zu wollen.

Doch wie immer steckt der Teufel im Detail. Dass für die Feuerwehr die Kommune und für die Polizei das Land zuständig sind, mag für einen Stadtstaat wie Bremen noch die leichteste Hürde sein. Aber wieso soll es bei den beiden bleiben. Warum nicht auch das Technische Hilfswerk und den kassenärztlichen Notdienst einbinden? Wenn schon, denn schon.

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Auf der anderen Seite: Staatliche Fürsorge und Strafverfolgung sind zwei paar Schuhe. Wird ein Notruf wegen offensichtlichen Drogenmissbrauchs noch ausgelöst, wenn der Anrufer das Gefühl hat, dabei auch gleich die Polizei zu informieren? Es wird entscheidend sein, wie glaubhaft es den Verantwortlichen gelingt, bei aller sinnvollen Kooperation die jeweiligen Zuständigkeiten strikt getrennt zu halten.

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