Bus und Bahn alle 7,5 Minuten

Bremer Straßenbahn AG plant erhöhte Taktungen

Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) will auf bestimmten Strecken Busse und Bahnen in einer engeren Taktung fahren lassen. Das geht aus einer Senatsantwort hervor.
18.11.2020, 05:00
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Bremer Straßenbahn AG plant erhöhte Taktungen
Von Pascal Faltermann
Bremer Straßenbahn AG plant erhöhte Taktungen

Die Taktung bestimmter Bus- und Straßenbahnlinien soll zwischen den Berufsverkehrzeiten erhöht werden.

Frank Thomas Koch

Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) beabsichtigt, auf bestimmten Linien die Taktung von Bussen und Bahnen zu erhöhen. Die Linien 1, 4, 6, 24, 25 und 26/27 sollen zwischen den Berufsverkehrszeiten im 7,5-Minuten-Takt fahren. Das entspricht einer Steigerung von 33 Prozent. Zugleich soll der Grundtakt am Sonntagnachmittag vom 20- auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet werden, was ebenfalls einem Plus von 33 Prozent entspricht. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der SPD hervor. Damit sollen mehr Fahrgäste im Freizeitverkehr den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) nutzen.

„Das ist ein guter Schritt, um Komfort und Sicherheit im ÖPNV zu erhöhen. Eine Großstadt braucht einen Großstadttakt“, sagt Falk Wagner (SPD), der die Anfrage mit seiner Kollegin Anja Schiemann gestellt hatte. Die Fahrgäste müssten bei solchen kurzen Intervallen nicht mehr auf den Fahrplan schauen. „Und es tut sich was für den Infektionsschutz“, betont Wagner.

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Die Maßnahmen könnten laut der Antwort in der zweiten Jahreshälfte 2021 ohne zusätzliche Fahrzeuge erfolgen – und würden den geplanten Verlust der BSAG inklusive der zum Winterfahrplan eingesetzten Linie 63 S (ins Güterverkehrszentrum) um 2,25 Millionen Euro pro Jahr erhöhen. Für einen dichteren Takt im Berufsverkehr müssten zusätzlich sieben Bahnen und 15 emissionsarme Gelenkbusse beschafft werden.

Um dies in der zweiten Jahreshälfte 2022 umzusetzen, müsste zeitnah die Finanzierung geklärt und die Fahrzeuge bestellt werden. Hierfür wären laut Verkehrsressort Investitionen von etwa 30 Millionen Euro erforderlich. Der geplante Verlust erhöhe sich dadurch weiter um bis zu zehn Millionen Euro pro Jahr. Die Leistung der BSAG steigert sich demnach netzweit insgesamt um 15 Prozent, auf den betroffenen Strecken um bis zu 100 Prozent.

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