Domshof in Bremen "Palazzo Pisso" wird freigelegt

Als unterirdische Toilette hat der "Palazzo Pisso" Bremen jahrelang Spott eingebracht. Jetzt tut sich an der Stelle wieder etwas.
12.03.2019, 16:16
Lesedauer: 1 Min
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Von Jean-Pierre Fellmer

Der schwarze Asphaltfleck auf dem Domshof vor der Landesbank wurde entfernt: Bauarbeiter haben den Eingang zur unterirdischen Toilette „Palazzo Pisso“ freigelegt. An der Stelle werde nun eine hydraulische Platte installiert, sagt Jens Tittmann, Pressesprecher des Bausenators. Die Platte könne dann geöffnet werden, wodurch der Technikraum hinter den Toiletten erreichbar werde. „Dort befinden sich die Pumpen für den Neptunbrunnen sowie die Steuerung für Strom und Wasser für die Markthändler“, sagt Tittmann. Seinen Worten nach ist der Raum bisher nur schlecht erreichbar.

Die hydraulische Platte soll die Breite der Treppe haben. „Die Platte wird von der Oberseite bepflastert“, sagt Tittmann. Dadurch soll die Stelle sich wieder optisch an das Umfeld des Domhofs angleichen. Außerdem bekomme die Platte ein Geländer. „Wenn die Platte geöffnet wird, fährt das Geländer automatisch aus, damit Passanten nicht versehentlich in das Loch stürzen.“ Die Bauarbeiten sollen bis Ostern abgeschlossen sein.

Die Toilette unter dem Domshof wurde Anfang der 90er-Jahre gebaut. Wegen des Preises von 870.000 Mark hat sie den Spitznamen „Palazzo Pisso“ bekommen. Der Bund der Steuerzahler kritisierte die hohen Bau- und Betriebskosten. Der Zugang zum Palazzo wurde 2013 mit Asphalt versiegelt und im Untergrund mit Trägern verstärkt. So konnten die Bagger bei den Bauarbeiten an der Landesbank über die Stelle fahren, sagt Jens Tittmann. Nach den Bauarbeiten ist der Asphalt als schwarzer Fleck übrig geblieben.

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