In der Obernstraße

Polizei gibt Entwarnung: Brief an Bremer SPD ist ungefährlich

Bei der SPD Bremen ist am Donnerstag ein verdächtiger Brief gefunden worden. Die Polizei hat mittlerweile Entwarnung gegeben. Die Substanz sei nicht gefährlich.
13.02.2020, 12:36
Lesedauer: 1 Min
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Polizei gibt Entwarnung: Brief an Bremer SPD ist ungefährlich
Von Olga Gala

Der verdächtige Brief, der in der Zentrale der SPD Landesorganisation Bremen in der Obernstraße am Donnerstag gefunden wurde, enthalte keine gefährliche Substanz, heißt es von der Polizei Bremen. Polizei und Feuerwehr waren in einem Einsatz vor Ort.

Die SPD-Fraktion Bremen spricht auf Twitter von rechtem Terror.

In den vergangenen Wochen sind bei den Parteien FDP, CDU, Grüne und Linke ebenfalls verdächtige Umschläge eingegangen. In allen Fällen stellten sich die Briefe als harmlos heraus. Der Staatsschutz ermittelt im Fall der Briefe an Grüne und Linke wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Bei der FDP war erst vor wenigen Wochen ein verdächtiger Umschlag eingetroffen. „Besondere Unsicherheiten gibt es bei uns nicht“, sagte der Sprecher der Liberalen, Tim Abitzsch dem WESER-KURIER bei einem Interview vor wenigen Tagen. Die Mitarbeiter hielten sich in Verdachtsfällen strikt an eine Handlungsempfehlung der Polizei. In dem Papier haben die Beamten Merkmale gesammelt, an denen ungewöhnliche Sendungen zu erkennen sind und wie sie damit umgehen sollten. Auch andere Parteien haben eine solche Handlungsempfehlung bekommen.

Die Linke nimmt nach Angaben von Sprecher Tim Ruland die „zahlreichen Drohbriefe und anderen Angriffe auf unsere Büros sehr ernst.“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien für den Umgang mit Briefen sensibilisiert worden, „die Arbeitsprozesse haben wir entsprechend angepasst.“

Die Grünen haben ebenfalls intensive Gespräche mit ihrem Personal geführt, um bei Postsendungen genauer hinzuschauen, sagte Landesgeschäftsführer Jonas Kassow. „Wir sind in einem gewissen Spannungsfeld, weil wir trotz der Vorkommnisse nicht die Post oder den Fußverkehr in der Zentrale beschränken wollen.“

Die bisher nicht betroffene SPD war schon vor dem Vorfall heute für die Thematik sensibilisiert, sagte Parteisprecher Roland Pahl vor einigen Tagen bei einem Gespräch mit unserer Zeitung. „Aber wir lassen uns nicht von unserer Arbeit für die Partei und für eine gute Zukunft unserer Gesellschaft ablenken oder gar abschrecken.“

+++ Dieser Artikel wurde um 12.29 Uhr aktualisiert. +++

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