Knochenmarkspende

Registrierungsaktion auf dem Bremer Freimarkt

Wer sich schon immer mal typisieren lassen wollte, hat auf dem Bremer Freimarkt die Gelegenheit dazu. Am 23. Oktober startet dort eine Registrierungsaktion.
17.10.2019, 17:23
Lesedauer: 1 Min
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Von Simon Wilke
Registrierungsaktion auf dem Bremer Freimarkt

Am Mittwoch, 23. Oktober, können sich Besucherinnen und Besucher des Freimarkts im „Café Keese“ beim Riesenrad als Stammzellenspender registrieren lassen.

Oliver Killig/dpa

Am Mittwoch, 23. Oktober, können sich Besucherinnen und Besucher des Freimarkts im „Café Keese“ beim Riesenrad als Stammzellenspender registrieren lassen. Es ist die zweite Registrierungsaktion, die der Bremer Schaustellerverband organisiert hat. Die erste, auf der Osterwiese im April, sei ein voller Erfolg gewesen, sagt Danny Müller, der für das Rahmenprogramm auf dem Bremer Freimarkt zuständig ist.

Das bestätigt auch Natascha Döhring, von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, kurz DKMS: „Das ist sehr gut gelaufen. Wir konnten 149 potenzielle Spender registrieren“, sagt sie. Am Ende waren die Registrierungspakete verbraucht, obwohl sich noch weitere Besucher typisieren lassen wollten. Zur Aktion beim Freimarkt soll die Anzahl der vorgehaltenen Pakete deshalb vorsorglich erhöht werden.

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Sich registrieren lassen kann grundsätzlich jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren. Tatsächlich auch als Spender in Betracht zu kommen, ist jedoch deutlich unwahrscheinlicher. Gesucht werde, sagt Döhring, nämlich der „genetische Zwilling“ des Patienten. „Die Wahrscheinlichkeit, als Spender zu passen, liegt ungefähr bei einem Prozent“, sagt sie. Denn in den meisten Fällen stimmen die Strukturen auf den Zelloberflächen von Spender und Empfänger nicht ausreichend überein. Dann würde das körperfremde Spendermaterial vom eigenen Körper abgestoßen, erklärt Döhring.

Der Preis pro neuer Typisierung liege für die DKMS bei etwa 35 Euro und werde normalerweise durch Spenden finanziert, erklärt Döhring. Einen Teil der so entstandenen Kosten wurde bei der Osterwiesenaktion aber vom Bremer Schaustellerverband getragen. „Ich denke schon, dass wir das auch dieses Mal wieder machen“, sagt Müller, der auch Schriftführer des Verbandes ist. Einen Antrag zur Übernahme von etwa 1000 Euro, habe er bereits gestellt.

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