Skateranlage im Postamt 5

Skateranlage sorgt für Diskussionen

Das Aus der Skateranlage im ehemaligen Postamt 5 bewegt weiterhin die Gemüter. Während das zuständige Sozialressort an einer Verteidigungsstrategie bastelt, kommt von der CDU scharfe Kritik.
03.09.2018, 19:30
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Skateranlage sorgt für Diskussionen
Von Sigrid Schuer

Scharf hat die CDU auf das mögliche Aus der Skateranlage im ehemaligen Postamt 5 reagiert. Die CDU sei immer wieder nachdrücklich für die Erhaltung der Skateranlage und des angegliederten Fablab eingetreten, betont Jens Eckhoff, Vorsitzender der CDU im Kreisverband Bremen-Stadt.

Es gebe eine klare Beschlusslage zur Skateranlage im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, dem sogenannten Investorengrundstück. Seinerzeit seien den Jugendlichen in Bremen Zusagen hinsichtlich des Erhalts der Skateranlage gemacht worden.

Wie berichtet, fehlen dem Vorzeige-Projekt von Ulli Barde mit überregionaler Ausstrahlung noch 25.000 Euro in diesem Jahr und weitere 75.000 Euro im nächsten Jahr. Sollte der Senat in einem Allemann-Manöver diese Finanzierung nicht stemmen können, dann gehen im Februar 2019 die Lichter in der Skateranlage aus.

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Pikiert fallen indes die Reaktionen seitens des Sozialressorts aus: Ulli Barde habe diese Skateranlage gebaut und damals zugesichert, dass sie nicht mit Folgekosten verbunden sei und halte jetzt die Hand im Sozialressort auf, kritisiert Bernd Schneider, Sprecher von Anja Stahmann, der grünen Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport.

„Wir sollen zahlen, ohne dass ein Antrag gestellt worden ist, ohne dass wir in den Prozess eingebunden waren, ohne dass wir etwas genehmigt und zugesichert hätten. Ohne, dass wir jemals eine Finanzierungszusage gegeben hätten“, so Schneider und betont: „Wenn es sich also am Ende doch noch fügen sollte, dass der Senat das Projekt absichert, dann wäre das nicht die Erfüllung eines Anspruches, und schon gar keines Rechtsanspruches, sondern ein sehr großes Entgegenkommen gegenüber den Aktiven“.

Eckhoff betont dagegen, dass „eine Schließung zu einem erheblichen Verlust der Angebotsvielfalt für Jugendliche in dieser Stadt führen würde. Die Ressorts müssen hier schnell eine tragfähige Lösung finden. Schließlich war es nicht der Beirat, sondern auch die Stadt, die dieses Projekt ausdrücklich begrüßt hat“.

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