Vor vierter Tarifrunde bei Bremer Müllabfuhr

Verdi droht mit „Müllchaos“

An diesem Donnerstag unternehmen die Gewerkschaft Verdi und die Bremer Müllabfuhr einen weiteren Versuch, zu einer Tarifeinigung zu kommen. Verdi erhöht den Druck auf die Arbeitgeberseite massiv.
13.12.2018, 05:00
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Verdi droht mit „Müllchaos“
Von Jürgen Theiner
Verdi droht mit „Müllchaos“

Die Gewerkschaft Verdi macht vor der vierten Verhandlungsrunde über einen Tarifvertrag bei der neu gegründeten Abfalllogistik Bremen GmbH (ALB) massiv Druck auf die Arbeitgeberseite.

Julian Stratenschulte/dpa

Die Gewerkschaft Verdi macht vor der vierten Verhandlungsrunde über einen Tarifvertrag bei der neu gegründeten Abfalllogistik Bremen GmbH (ALB) massiv Druck auf die Arbeitgeberseite. Wenn es an diesem Donnerstag zu keiner Einigung komme, könnten „die Müllwerker ihre Arbeit niederlegen und Bremen im Müllchaos versinken“, heißt es in einer Mitteilung von Verdi. Unter der Überschrift „Kommt der Müllstreik vor Weihnachten?“ werden der ALB-Geschäftsführung massive Vorwürfe gemacht.

Sie habe in den zurückliegenden Tarifrunden unseriös verhandelt und strebe bei den Beschäftigten eine „Drei-Klassen-Gesellschaft“ an. Während die ebenfalls bei der Müllabfuhr beschäftigten Mitarbeiter der früheren Nehlsen-Tochter ENO nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes entlohnt würden, sollten für die rund 120 ALB-Beschäftigten geringere Standards gelten. Künftig eingestellte Müllwerker sollten sogar noch weniger verdienen. Das sei mit Verdi nicht zu machen.

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