Vorgespräche für Senatssitzung am Dienstag

Bremer Freimarkt soll stattfinden

Der Freimarkt, es wäre in diesem Jahr der 985., soll dem Vernehmen nach stattfinden. Das zeichnet sich aus Vorgesprächen für die Senatssitzung ab, bei der an diesem Dienstag eine Entscheidung fallen soll.
07.09.2020, 17:11
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Von Ell
Bremer Freimarkt soll stattfinden

Die endgültige Entscheidung fällt zwar erst am Dienstag, aus den Vorgesprächen zur Senatssitzung geht aber hervor, dass der Freimarkt in diesem Jahr stattfinden kann.

Christina Kuhaupt

Der Freimarkt wird offenbar auch in diesem Jahr stattfinden. Dem Vernehmen nach wird in der Senatssitzung an diesem Dienstag nicht mehr das Ob geklärt, sondern das Wie – in welchem Rahmen der Jahrmarkt veranstaltet werden kann. Zur Begründung habe es in Senatskreisen geheißen, man könne der Bevölkerung und den Schaustellern nach dem entbehrungsreichen Frühsommer und Sommer nicht auch noch ihr Volksfest streichen. Es müsse möglich sein, einen Freimarkt zu organisieren, bei dem sich die Besucher an die bekannten Regeln halten und sich trotzdem amüsieren.

Falls sich bewahrheitet, was sich am Montag in den Vorgesprächen angedeutet haben soll, würde der Freimarkt Mitte Oktober zum 985. Mal stattfinden. Im Vorjahr wurde mit rund 4,4 Millionen Besuchern ein neuer Rekord bilanziert. Mehr als 300 Schausteller waren Gastgeber auf einer rund 100 000 Quadratmeter großen Fläche auf der Bürgerweide.

Daraus wird in diesem Jahr nichts. Der Freimarkt wird 2020 nicht aussehen können wie in den Jahren zuvor. Derzeit werden zwei Modelle unter Corona-Vorzeichen diskutiert, heißt es. Eines mit weniger strengen Auflagen, aber ohne Festzelte und Partys in Halle 7. Die andere Lösung bestehe darüber hinaus aus einem eingezäunten Freimarkt mit Einlass und vorheriger Online-Registrierung, um die Zahl der Besucher überschauen zu können. Für beide Modelle wird ein Alkoholverbot erwogen.

Bislang soll der Freimarkt nur während der beiden Weltkriege ausgefallen sein. Nur 1939 wurde er laut der Arbeitsgemeinschaft der Bremer Märkte noch ein Mal zugelassen, als sogenannte Budenstadt auf dem Domshof.

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