Senat stellt 250.000 Euro bereit

Hilfe für Bremer Lieferdienste

Der Bremer Senat will Einzelhändlern, die ihre Lieferservices in Interessensgemeinschaften bündeln, unterstützen. Die finanziellen Hilfen von bis zu 10.000 Euro pro Anbieter sind nach Ostern abrufbar.
08.04.2020, 07:02
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Von Nina Wilborn
Hilfe für Bremer Lieferdienste

Der Bremer Senat will lokale Lieferservices unterstützen.

Uwe Anspach/dpa

Ihre Läden öffnen dürfen die Einzelhändler in Bremen und Bremerhaven nicht, aber ihre Waren und Produkte verkaufen schon. In vielen Stadtteilen arbeiten City-Initiativen und Interessengemeinschaften deshalb im Moment daran, lokale Lieferservices auf die Beine zu stellen. Der Senat hat am Dienstag beschlossen, ihnen finanziell unter die Arme zu greifen. Insgesamt 250.000 Euro stehen bereit. Das Angebot funktioniert so, dass sich Liefergemeinschaften, in denen sich mindestens zehn Einzelhändler zusammenschließen, maximal 10.000 Euro Anschubfinanzierung erhalten können – gefördert werden können also insgesamt 25 Angebote. „Wenn die Nachfrage sehr viel höher ausfällt, ist es denkbar, dass wir das Programm aufstocken“, sagt Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Geplant ist, dass die Liefergemeinschaften ihre Angebote auch über die Online-Plattform der Handelskammer und auf bremen.de präsentieren können. Losgehen soll es nach Ostern, dann können die Liefergemeinschaften formlose Anträge per E-Mail an christel.luebben@wah.bremen.de stellen. Bovenschulte hofft, dass die nun entstehenden Liefergemeinschaften auch nach der Corona-Krise Bestand haben. Lokale Lieferservices könnten in vielen Fällen noch am selben Tag und damit schneller liefern als die großen Online-Händler – ihr Vorteil gegenüber Amazon und Co. Bovenschulte: „Es ist auch in der Krise wichtig, zukunftsgerichtete Konzepte zu entwickeln. Dieses könnte eines sein.“

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