Deutscher Tischtennis-Pokal

Werder will ins Final Four

Der Bundesligist aus Bremen ist nur noch einen Sieg vom Turnier in Ulm entfernt - der Gegner allerdings auch. Am Dienstag um 19 Uhr empfängt Werder den TTC Bergneustadt in der Klaus-Dieter-Fischer.
12.11.2018, 15:17
Lesedauer: 2 Min
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Werder will ins Final Four
Von Jörg Niemeyer

Bremen. Auch wenn die Partie an diesem Dienstag ab 19 Uhr in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle kein Finale ist: Ein Endspiel ist sie sehr wohl. Und die Belohnung für den Sieger kann sich ebenfalls sehen lassen: die Teilnahme am Final Four, also am Halbfinale um den deutschen Tischtennis-Pokal in Ulm. Der SV Werder und der TTC Bergneustadt sind nur noch einen Schritt vom Turnier am 5. Januar 2019 entfernt. „Wir haben realistische Chancen“, sagt Werder-Manager Sascha Greber. Aber Chancen haben auch die Gäste auch dem Oberbergischen Land. Angesichts der aktuellen Form sind die vielleicht sogar etwas größer als die der Bremer. Vor vier Wochen, in Werders bislang letztem Bundesliga-Heimspiel, gewannen die Bergneustädter in der Hermine-Berthold-Straße jedenfalls mit 3:1.

Aktuell grüßt der TTC als Liga-Zweiter aus einer Region, in die er seit seinem Aufstieg im Jahr 2014 noch nie vorgedrungen ist. Das Team ist, im Gegensatz zum Gastgeber, tatsächlich auf einem guten Weg in die Play-off-Runde. Platz vier am Ende der Hauptrunde ist dafür Bedingung. Für den SV Werder hat sich Sascha Greber erst einmal auch offiziell von diesem Ziel verabschiedet. „Die sportliche Leitung hatte die Play-offs ja nie in den Mund genommen“, sagt der Manager. Das stimmt. Die Spieler hatten es sich vorgenommen, aber bei sechs Punkten Rückstand nach acht von 20 Saisonpartien ist das Ziel in weite Ferne gerückt.

Umso mehr und umso lieber konzentrieren sich die Werderaner nun auf den Pokalwettbewerb, in dem der Weg nach oben kurz ist. „Hier wollen wir uns Selbstvertrauen holen“, sagt Greber. Seine Mannschaft weiß schließlich, wie gut sich das Final Four in Ulm anfühlt. Im Januar 2018 war Werder dabei, schied durch ein 0:3 gegen Borussia Düsseldorf jedoch aus. Auf den deutschen Serienmeister und -pokalsieger würde Werder, ein Sieg über den TTC vorausgesetzt, in Ulm erneut im Halbfinale treffen.

Aber erst einmal ist Viertelfinale. Das ist schon schwer genug. Zum Glück haben die Bremer wenigstens ein Heimspiel, denn das garantiert ihnen ein Auftaktmatch mit ihrer klaren Nummer eins, Bastian Steger. Er war von den vier Werderanern auch in der vergangenen Woche bei den österreichischen Meisterschaften in Linz am weitesten gekommen, scheiterte aber im vierten und letzten Qualifikationsspiel vor der Hauptrunde mit 1:4 am späteren Turniergewinner, dem Chinesen Liang Jinkun. Gustavo Tsuboi feierte wenigstens einen Sieg, während für Hunor Szöcs und Florent Lambiet nach nur einer gespielten Begegnung schon Schluss war. Gegen Benedikt Duda, den Ex-Werderaner Paul Drinkhall und Alvaro Robles dürften die Aufgaben am Dienstag im Pokal kaum leichter sein als in Linz.

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