Gastspiel im Schnoor

Tanz auf dem Vulkan mit dem Hafen Revue Theater

Die City Initiative Bremen tut während der Sommerferien viel dafür, um die Innenstadt zu beleben. Schon zum zweiten Mal gab das Hafen Revue Theater ein Gastspiel im Schnoor.
17.08.2020, 05:00
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Tanz auf dem Vulkan mit dem Hafen Revue Theater
Von Sigrid Schuer
Tanz auf dem Vulkan mit dem Hafen Revue Theater

Antonia Rinkel, Gordon Golletz, Jessica Dubois de Luchet und Ulrich Möllmann (von links) bei ihrem Auftritt am Stavendamm.

Roland Scheitz

Altstadt. Smartphones werden gezückt, vorüber flanierende Passanten stellen anerkennend fest: „Oh, how nice!“ Zum Wochen­end-Auftakt sorgten die beiden musikalischen Sets, die die Crew des Hafen Revue Theaters auf dem belebten Platz am Stavendamm gab, für Freude und Neugier. Los ging’s mit Auszügen aus den aktuellen Revuen „Tanz auf dem Vulkan“ und „Liebe, Last, Fracht“ und zwar mit dem Comedian Harmonists-Hit „Wochen­end und Sonnenschein“. Mit dem Schmusesong von Elton John „Can you feel the love tonight?“ sorgte das Ensemble dann gegen Ende für Gänsehaut-Feeling. Ulrich Möllmann aus dem künstlerischen Leitungsteam des Theaters an der Cuxhavener-Straße in der Überseestadt, flirtete denn auch das weibliche Publikum an: „Komm doch, süße Kleine, sei die meine... . Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“.

Immerhin sei der Schnoor früher das Fischerviertel Bremens gewesen, wie Möllmann alias Hannes erzählte. Und schon brach er weiterhin mit dem gleichnamigen Heinz-Rühmann-Hit „Die Herzen der stolzesten Fraun“, die Zigarette immer lässig im Mundwinkel. Ein bisschen Mozart aus dem gleichnamigen Musical durfte es dann auch noch sein, mit eindringlich gesungenen Mahnungen von Gordon Golletz als Leopold Mozart. Dann aber gaben Jessica Dubois de Luchet und Antonia Rinkel mit sexy Hüftschwung dem Affen Zucker. Und zwar mit dem Hit „Hey, big spender!“ aus dem Musical „Sweet Charity“ und zuvor mit dem fetzigen „And all that jazz“ aus dem Musical „Chicago“. Antonia Rinkel hauchte schließlich wunderbar lasziv den Marlene Dietrich-Song hin: „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“. Fazit: „Liebe ist immer das Neue und Treue macht gar keinen Sinn“.

Momentan wird beim Hafen Revue Theater noch bei hochsommerlichen Temperaturen im Hof gespielt, ab 26. September soll dann regulär, mit gebotenem Abstand, auch wieder drinnen weiter gespielt werden. Konzerte sind ein Baustein zur Belebung der Innenstadt durch die City Initiative Bremen. Dem für den Ansgarikirchhof angekündigten Eisfest machte zumindest am Freitag ausgerechnet die Hitze teilweise einen Strich durch die Rechnung. Zum Bedauern von Steffen von Rotenhan von der City Initiative hatten einige Gelato-Macher abgesagt, weil ihnen die Aggregate ausgefallen waren.

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