Schüler der Theater-AG erwecken Monster und tauchen in das Leben unter Wasser ab Bunte Kartons voller Träume

"Wie viele Geschichten hat ein Wort?" lautet der Titel zu sechs Szenen zum Thema "Traum". Die Theater-AG der Grundschule am Buntentorsteinweg hat sie erarbeitet und im voll besetzten Saal des Schnürschuh-Theaters aufgeführt.
02.05.2013, 05:00
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Von Christiane Tietjen

"Wie viele Geschichten hat ein Wort?" lautet der Titel zu sechs Szenen zum Thema "Traum". Die Theater-AG der Grundschule am Buntentorsteinweg hat sie erarbeitet und im voll besetzten Saal des Schnürschuh-Theaters aufgeführt.

Buntentor. "Wie viele Wörter eine Geschichte hat, könnte ich wohl sagen, aber wie viele Geschichten ein Wort? Was meint ihr?" sprach die Schulleiterin der Grundschule am Buntentorsteinweg, Meike Baasen, das junge Publikum an, das sich im Schnürschuh-Theater versammelt hatte. Dem fiel zunächst nichts ein, aber auf ihre Vorschläge mit "Schokoladenpudding" oder "Kletterspinne" gingen dann doch die Hände hoch. "Traum" ist auch ein Wort, zu dem man viel erzählen kann. Darum war der Begriff die erste Wahl der Theater-AG, die Theaterpädagogin Tinka Klindtwort leitete. Maske und Requisite lagen in der Hand von Katina Georgoulas.

Geheimnisvolle, bunt bemalte Kartons auf dem Boden der schwarzen Bühne machen neugierig. Kinder hüpfen herein, laufen darauf zu, bücken sich. "Was ist das denn?" Ein Mädchen weiß, dass da die Träume drin sind und schnell wird der erste rot-grün gestreifte Karton geöffnet. Auf einem Bogen Papier steht das Motto des Traums: "Allein gegen viele Monster". Im völlig dunklen Raum ertastet ein Mädchen, das vor dem Zubettgehen etwas zu lange am Computer gespielt hat, den Weg über eine grüne Schnur und wird von Monstern erschreckt: Rasen-, Zwergen- und Wutmonster. Nur das Heul-doch-Monster ist ebenso ängstlich im Dunkeln wie das Mädchen, gemeinsam finden sie den Weg zurück ins Schlafzimmer.

"Ich möchte mal unter Wasser leben", so der Traumwunsch in einer schwarzen Kiste mit gelben Punkten. Und schon entsteht das Meer: Raschelnde, wogende Folie, Quallen, Fische, ein Seestern und eine schimmernde Muschel sind zu sehen. Die Muschel liegt doch tatsächlich am nächsten Morgen unter dem Kopfkissen der Träumerin. Der nächste Traum ist von Angst bestimmt und von Mobbing. "Warum lachen immer alle über mich?" Kein Wunder, der kleine Emilliano hat viel zu große Schuhe an und fällt dauernd hin, aber er hat Glück: Zwei Wesen helfen ihm mit ihrem Schildmeerkröten-Schweinchenzauber, die großen Dinger loszuwerden, und jetzt ist er es, der am elegantesten den Fußball dribbeln kann.

Der Hund füttert das Sparschwein

Eine Lutschstange, die nie alle wird, ein süßer Hund, ein schneeweißer Adler, das sind Bilder in einer schönen Welt, die von Kindern gemacht ist. Jedes der zwölf Kinder verkörpert mit einer passenden Geste sein vorgestelltes Bild. Um ein ersehntes Glitzerkleid geht es in der nächsten Traumgeschichte, das wünschen sich die Zwillingsmädchen zum Geburtstag. Doch das Geld reicht nicht, der Kauf einer Jacke für die Mutter geht vor. Aber es gibt ein Happy End: In der Nacht, die dem großmütigen Verzicht der Mädchen folgt, hat der Familienhund das Sparschwein aufgefüllt.

"Wie der letzte böse Traum besiegt wurde" ist eine Tanzszene mit bunten Tüchern, und am Ende heißt es dann: "Träum schön!" mit lustigen Vorschlägen in Reimen. Von einer glücklichen Kuh, die verliebt ist in einen Marabu, von einer Fliege, die tief und fest schläft auf dem Rücken einer Ziege. "Träum schön, auch du!"

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