Neues Café

Delikatessen und Bremer Kaffee

Neues "Münchhausen Deli" in der Neustadt bietet Feinkost und das gesamte Sortiment der Bremer Privatrösterei an. Die wurde gerade erst von der Zeitschrift "Feinschmecker" ausgezeichnet.
15.03.2018, 08:48
Lesedauer: 2 Min
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Von Margot Müller
Delikatessen und Bremer Kaffee

Feinkost und Kaffeespezialitäten aus Bremen warten hinter einer geschichtsträchtigen Fassade in der Neustadt auf Genießer. Noch dürfte das ein Geheimtipp sein.

Fotos: Gerbracht

Wenn man von der Langemarckstraße in die Lahnstraße einbiegt, fällt das neue „Münchhausen Deli“ mit seinem feinen Ambiente hinter den beiden Schaufenstern sofort ins Auge. Nach kurzer Umbauzeit ist ein besonderer Laden entstanden, der das komplette Münchhausen-Kaffee-Sortiment anbietet – zum Kaufen und im Ausschank. Von 8 bis 17 Uhr hält Inhaberin Sonja Viethen ihr „Deli“ ab sofort wochentags geöffnet. Für die ausgebildete Hotel- und Gastronomie-Fachfrau ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen. „Eine besondere Idee mit einem eigenen Laden zu verwirklichen, war immer mein Ziel“, sagt Viethen, die zuletzt sechs Jahre im Restaurant Kränholm in Bremen-Nord tätig war. „Es ist eine große Ehre, jetzt mit dem gesamten Sortiment der ältesten Privatrösterei Bremens zu arbeiten“, betont sie. Für die Münchhausen Kaffeerösterei kommt die Eröffnung des „Münchhausen Deli“ in der Neustadt genau richtig. „Seit Langem vermissen unsere Kunden ein Café oder Ausschank in unserer Rösterei in der Bremer Innenstadt. Denn dort können wir leider keine Gäste bewirten“, berichtet Ilse Münchhausen-Prüße und freut sich, auf diese neue Gelegenheit hinzuweisen. Gerade erst wurde Münchhausen von der Zeitschrift „Feinschmecker“ als eine der besten Röstereien in Deutschland empfohlen.

Einrichtung im Recyclingstil

In freundschaftlicher Verbindung zu dem Familienbetrieb kann Viethen nun den traditionsreichen Schriftzug und das bekannte Firmenlogo mit der roten Schmuckfarbe für ihr „Deli“ verwenden. Diesen Namen hat sie sich genau überlegt. Es sollte kein weiteres Café mit Sahnetorten und Kuchen sein, sondern ein Einzelhandel mit Kaffee-Spezialitäten und weiteren Feinkostspezialitäten und Delikatessen – kurz „Deli“ genannt. Tatkräftig unterstützt bei ihrer neuen Geschäftsidee wird Sonja Viethen von Ehemann Philipp, der auch leidenschaftlicher Hobbykoch ist.

Die Einrichtung ist in einem schlichten originellen Recyclingstil gestaltet. Der Tresen besteht aus einer Metallfront, die deutlich sichtbar von einem Schiffscontainer stammt. Das komplette Münchhausen-Kaffee-Sortiment wird in Regalen aus Holzkisten präsentiert.

Auf der bequemen Holz-Sitzbank in dem großen Schaufenster liegen Kissen mit Bezügen, die aus Kaffeesäcken genäht sind. Es gibt zehn Sitzplätze an kleinen Holztischen mit klassischen Frankfurter Küchenstühlen.

Espressomaschine aus den 60ern

Zentrales Element und ganzer Stolz auf dem Tresen im „Deli“ ist die blankpolierte und elegante original-italienische Espressomaschine „Faema E61“, unter Kennern eine historische Rarität aus den 1960er-Jahren. Fachgerecht bedient sorgt sie für die professionelle Zubereitung der Kaffeeklassiker von Espresso bis Latte Macchiato. Gleichzeitig wird mit dem sogenannten Moccamaster auch Filterkaffee angeboten.

Zum Frühstück kann man zwischen Croissants vom Bäcker Becker und Landstullen mit Frischkäse wählen. Das handgefertigte Landbrot kommt vom Bäcker Stubbemann aus Bokholzberg. Zudem gibt es Bircher-Müsli. Wer es eher süß mag, nimmt die hausgemachten Zimtschnecken mit oder ohne Marzipan. Diese sind nach einem finnischen Rezept aus Hefeteig gebacken und werden ganz originell „Ohrfeigen“ genannt.

Sonja Viethen hat das Rezept übrigens aus ihrer eigenen Kindheit mit nach Bremen gebracht. Am Sonnabend gibt es zudem immer ein besonderes Frühstücksangebot.

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