Wegen blockierter Parkplätze

Anwohner ärgern sich über Gewoba

Wegen Sanierungsarbeiten an Wohnblöcken der Gewoba ist die Hinrich-Fehrs-Straße in der Gartenstadt-Süd bis zum 28. August gesperrt. Zu lang für die Anwohner, deren Parkraum noch mehrere Wochen blockiert ist.
17.05.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jörn Hildebrandt
Anwohner ärgern sich über Gewoba

Die Gewoba nimmt an den Wohnblöcken in der Gartenstadt-Süd umfangreiche Modernisierungsarbeiten vor.

Frank Thomas Koch

„Eine Absperrung, die sich bis zum 28. August hinziehen soll, ist unerträglich, wenn der Parkraum derart lange für Anwohner blockiert ist“, beschwerte sich ein Anwohner aus der Hinrich-Fehrs-Straße in der Gartenstadt-Süd. Wegen Sanierungsarbeiten an Wohnblöcken der Gewoba blieb die Straße für einige Wochen vollständig gesperrt. Damit wurde Platz geschaffen für die umfangreichen Modernisierungsarbeiten, die von der Gewoba an den Gebäuden durchgeführt werden. „Das Zeitfenster für die Sperrung der Parkplätze ist viel zu groß“, sagt der Anwohner, der deshalb Kontakt zu Ortsamtsleiterin Annemarie Czichon aufnahm. Sie setzte durch, dass die Straße zumindest teilweise wieder zugänglich ist.

Modernisierung wird fortgeführt

Nach den Unterbrechungen der Bauarbeiten wegen der Corona-Beschränkungen hat die Gewoba ihre Modernisierungsvorhaben im Mai jetzt wieder aufgenommen. „Wir nehmen in der Straße nacheinander vier Wohnblöcke für die Sanierungsarbeiten in Angriff, werden die Absperrungen jedoch zeitlich versetzen“, sagt Thomas von Gilsa, Bauleiter bei der Gewoba. „Pro Wohnblock benötigen wir dazu drei bis vier Wochen. Und die derzeit gesperrten Parkplätze werden wir wieder zurückgeben, wenn die anderen Blöcke an der Reihe sind.“ Allerdings könne es sein, dass sich die Modernisierungsarbeiten verzögern, wenn zum Beispiel Regenperioden eine Zwangspause bei den Bauarbeiten notwendig machen.

100 Millionen Euro investiert

Für allgemeine Instandhaltungsmaßnahmen ihrer Wohnanlagen gab die Gewoba im Jahr 2019 etwa 100 Millionen Euro aus, wobei energetische Gebäudemodernisierung und Badmodernisierung die Schwerpunkte bildeten. Die Gewoba teilt mit, dass sie 2019 insgesamt 457 Wohnungen energetisch modernisiert hat – damit verfügten nun 91 Prozent der Gebäude über eine wärmegedämmte Hülle. Für die Mieterinnen und Mieter würden sich die Dämmmaßnahmen in weniger Wärmeverbrauch und damit auch in geringeren Nebenkosten auswirken. Und auch das Klima profitiere durch niedrigere CO2-Emissionen, so die Gewoba.

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„In der Hinrich-Fehrs-Straße sind die Gebäude etwa 30 Jahre alt, und Fassaden und Balkone müssen dringend modernisiert werden“, sagt Bauleiter Thomas von Gilsa zu den geplanten Vorhaben. Für die Arbeiten an den Wohnblocks müssten auch Buschwerk und Rabatten entfernt werden, die allerdings vollständig durch neue Anpflanzungen ersetzt werden.

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