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Gewoba baut erstes Haus in der Gartenstadt Werdersee

In der Gartenstadt Werdersee geht es voran: Ab sofort beginnt der Bau der ersten Sozialwohnungen in dem Bremer Neubaugebiet links der Weser.
02.04.2019, 11:11
Lesedauer: 2 Min
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Von Karin Mörtel
Gewoba baut erstes Haus in der Gartenstadt Werdersee

Luftbild der Baustelle in der Gartenstadt Werdersee.

Christian Walter

Eine stattliche Baugrube mehr gibt es bald in der Gartenstadt Werdersee direkt an der Habenhauser Landstraße zu sehen. Denn dort hat die Wohnungsbaugesellschaft Gewoba am Dienstagnachmittag mit dem Bau ihres ersten Mehrfamilienhauses begonnen. „Hier entsteht Wohnraum auch für Familien mit kleinem Geldbeutel, den wir dringend im Stadtgebiet brauchen“, sagte Bausenator Joachim Lohse (Grüne), der zum symbolischen Baggerstich gekommen ist.

Drei bis fünf Stockwerke hoch wird das 57 Meter lange Haus aufragen und Platz für 31 Sozialwohnungen bieten. Der Neubau entsteht nach dem Entwurf vom Architekturbüro Florian Krieger aus Darmstadt, das als sehr erfahren mit lärmbelasteten Standorten gilt. Flug- und Straßenlärm sind die Herausforderungen, die die Architekten diesmal zu meistern hatten. Aus Sicht der Gewoba ist es ­gelungen.

"Wir möchten hier ein neues Stück Bremen mitgestalten"

Auch Senator Lohse weist den Vorwurf einzelner Kritiker zurück, die Mieter der Sozialwohnungen würden in dem Gebäude an der Habenhauser Landstraße als eine Art „Lärmschutzwall“ für die teureren Wohnlagen der dahinter liegenden Reihenhäuser missbraucht. „Durch moderne technische Möglichkeiten und eine bauliche Weiterentwicklung ist es gelungen, auch in diesem Gebäuderiegel ein gesundes und ruhiges Wohnen zu ermöglichen“, zeigte sich der Bausenator von dem Entwurf überzeugt.

Wohn- und Schlafräume liegen an der lärmabgewandten Seite, zur Habenhauser Landstraße hin werden die Loggien mit beweglichem Lärmschutzglas ausgestattet. Außerdem verwies Lohse darauf, „dass auch direkt am Werdersee in bevorzugter Lage Sozialwohnungen entstehen werden – das ist eine riesen Errungenschaft.“

Zur Ausstattung des energieeffizient gebauten Hauses zählen nicht nur barrierefreie Wohnungen, sondern auch ein Hauswartbüro sowie bis zu sechs Gewerbeeinheiten, für die die Gewoba noch Mieter finden muss. „Wir möchten hier ein neues Stück Bremen mitgestalten und die Gartenstadt Werdersee zu einem lebenswerten Quartier entwickeln“, sagte Peter Stubbe anlässlich des Baggerstichs. Von den insgesamt 590 Wohneinheiten, die in dem Neubaugebiet entstehen, werde die Gewoba 240 vorwiegend preisgebundene Mietwohnungen in neun Häusern realisieren „und damit einen wichtigen Beitrag für die soziale Durchmischung des Quartiers leisten“, betonte der Gewoba-Vorstandsvorsitzende.

Bauherren wollen 200 Millionen Euro investieren

Mit knapp 16 Hektar ist die Gartenstadt Werdersee eines der größten Bauprojekte Bremens, das die Gewoba zusammen mit der Projektgesellschaft Gartenstadt Werdersee (PGW) bis zum Jahr 2021 zu einem neuen Wohngebiet entwickeln wird. Die PGW ist ein Zusammenschluss der Bremer Firmen Interhomes, Gebrüder Rausch und Dr. Hübotter Grundstücksgesellschaft. Der PGW gehört mit sieben Hektar ein Großteil des Baulandes vor Ort, etwa zwei Hektar hat die Gesellschaft an die Gewoba verkauft.

Zusammen wollen die Bauherren dort nach eigenen Angaben 200 Millionen Euro investieren. Im Herbst ist bereits Baustart von zwei weiteren Gewoba-Gebäuden mit 75 Sozialwohnungen, einem Supermarkt sowie einem Café. „Ich freue mich, dass Huckelriede den Umschwung geschafft hat vom Sanierungsgebiet zu einer begehrten Wohnlage“, sagte Lohse. An diesem Aufschwung habe die Gartenstadt Werdersee einen großen Anteil.

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