Hachez-Gelände Bürger sollen bei der Planung mitreden können

Der Wunschzettel der Neustädter ist lang zur Umnutzung des Hachez-Geländes. Doch welche Punkte davon in der späteren Planung landen, hängt auch von der Art der Bürgerbeteiligung ab.
11.02.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Karin Mörtel

Wie kann eine Bürgerbeteiligung zum Hachez-Gelände aussehen, die ihren Namen verdient? Das ist die zentrale Frage, die in den kommenden Monaten in der Neustadt geklärt werden muss (wir berichteten). Nach Bekanntwerden der Absichtserklärung zur städtebaulichen Entwicklung des 1,1 Hektar großen Geländes zwischen Stadt und dem dänischen Süßwarenhersteller Toms ist die Erwartung an die angekündigte Bürgerbeteiligung groß.

Als „potenzielle Tücke des Verfahrens“ bezeichnet der Neustädter Beiratssprecher Ingo Mose (Grüne) den Schritt, die Wünsche und Forderungen aus dem Stadtteil in den Planungsprozess einzuspeisen. „Der Erfolg der Planung wird sich aus meiner Sicht daran messen lassen müssen, inwiefern die Menschen aus dem Stadtteil sich darin wiederfinden“, so Mose. Reine Informationsveranstaltungen seien dabei nicht hilfreich, „sondern wir brauchen Angebote, die vorhandenen Ideen einzubringen und mitgestalten zu können“, sagt der Beiratssprecher.

Vorschläge zum Hachez-Gelände einbringen

Jens Oppermann (SPD) wünscht sich als Sprecher des Fachausschusses sozialökologische Stadtentwicklung, dass die Menschen im Stadtteil gehört werden – wie beim Bürgergutachten für das Sanierungsgebiet Huckelriede. Einiges von dem, was die Bürgerinnen und Bürger darin festgehalten hatten, findet sich wie das Quartierszentrum heute im Ortsteil wieder.

„Es muss von Anfang an sehr deutlich sein, wo mitentschieden werden kann und an welchen Stellen keine Bürgerbeteiligung möglich ist, sonst führt das zu enttäuschten Erwartungen“, so Oppermann.

Initiative Schokotopia hat den Anstoß gegeben

Sowohl Mose als auch Oppermann heben hervor, dass es die Initiative Schokotopia gewesen sei, die den Anstoß dafür gegeben hatte, dass der Beirat sich schon frühzeitig in Bezug auf das Hachez-Gelände gegenüber der Stadt und der Eigentümer positioniert habe.

Zentrale Wünsche aus dem Stadtteil sind Räume für nicht kommerzielle Initiativen und Projekte, und solche, die sehr flexibel genutzt werden können und auch der Nachbarschaft offen stehen. Sozialer Wohnraum und Subkultur sollen ebenfalls einen Platz finden. Auch ein neues Ortsamt mit Räumen für stadtteilpolitische Versammlungen stehen auf dem Wunschzettel.

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