Kommentar über Hitzepläne

Schwerer Weg

Grünen-Chef Habeck fordert einen Hitzeplan für deutsche Großstädte. In Bremen gibt es bereits einige Anstrengungen, etwas in dieser Richtung umzusetzen. Aber der Weg ist schwer, meint Mathias Sonnenberg.
13.08.2020, 05:00
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Schwerer Weg
Von Mathias Sonnenberg
Schwerer Weg

Der Weg zur coolen und kühlen Großstadt ist steinig.

Wolfgang Kumm

Die Vorschläge klingen wie ein Angebot, das man nicht ausschlagen kann. Beratungstelefon, kühle Räume in Gesundheitseinrichtungen, Freiluftschneisen, öffentliche Wasserspender – Grünen-Politiker Robert Habeck will, dass sich Deutschlands Großstädte angesichts der Hitze anders aufstellen sollen. 800 Millionen Euro schwer soll das Förderprogramm sein. Oppositionsparteien können solche Summen ja schnell mal fordern.

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In Bremen kommen diese Vorschläge gut an. Schließlich hat sich Bau- und Umweltsenatorin Maike Schaefer die Renaturierung auf die Fahnen geschrieben. Dazu passt das Verbot der Steingärten, das Projekt Solarcity, demzufolge jeder Neubau mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet werden soll. Und der Beschluss, dass Flachbauten künftig Grünflächen auf dem Dach haben müssen.

Aber das wird nicht reichen. Der Plan, 1000 neue Bäume zu pflanzen, klingt piefig angesichts der Tatsache, dass zwischen 2017 und 2019 in Bremen mehr Bäume gefällt als gepflanzt wurden. Und fünf öffentliche Wasserspender reißen da auch wenig raus. Der Weg zur coolen und kühlen Großstadt ist steinig.

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