Eva Radieschen und die Schwankhalle sind jetzt offiziell Klimafreunde Kaffee, Kuchen und Klimaschutz

Im Café Radieschen drehte sich am Sonnabend alles um den Klimaschutz. Es gab für die Gäste unter anderem einen kleinen Klimaschutz-Check, und die Klimafreunde des Bremer Energie-Konsens gaben Spar-Tipps. Höhepunkt des Tages: Eva Radieschen und die Schwankhalle unterschrieben offiziell ihr Klimaschutzversprechen.
29.03.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Ina Schulze

Im Café Radieschen drehte sich am Sonnabend alles um den Klimaschutz. Es gab für die Gäste unter anderem einen kleinen Klimaschutz-Check, und die Klimafreunde des Bremer Energie-Konsens gaben Spar-Tipps. Höhepunkt des Tages: Eva Radieschen und die Schwankhalle unterschrieben offiziell ihr Klimaschutzversprechen.

Neustadt. Fair gehandelter Kaffee, selbstgebackener Kuchen, ein kleiner Klimaschutz-Check und ein Fahrrad, das anzeigt, wie viel CO2 innerhalb von 45 Sekunden Fahrtzeit eingespart werden kann, im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln, all das wurde den Gästen des Neustädter Cafés Radieschen am Sonnabend geboten. Denn Eva Radieschen hatte die Bremer Energie-Konsens GmbH zu Besuch. Doch nicht nur für informative Zwecke. Eva Radieschen und die Schwankhalle, vertreten durch Christian Johnsen, wollten an diesem Tag offiziell ihr Klimaschutzversprechen unterschreiben.

"Wir sind Klimafreunde und haben uns zu CO2-Einsparungen verpflichtet", steht auf der Tafel, auf der schon einige an diesem Tag unterschrieben haben. "Es ist sexy, Öko zu sein", sagt Andrea Lühmann, Leiterin der Kommunikation- und Marketingabteilung der Schwankhalle. Sie selbst lebe schon lange sehr bewusst und achtet darauf, nicht dem maßlosen Konsum zu verfallen. Daher freue sie sich umso mehr, dass in Kooperation mit dem Café Radieschen ein kleiner Schritt für den Planeten getan wird. Als erstes Klimaversprechen wird das Café komplett auf LED-Glühbirnen umstellen. "Kleinvieh macht eben auch Mist", sagt Energie-Konsens-Pressesprecherin Sandra Lachmann. Es ginge auch gar nicht darum, einen bestimmten Konsum komplett zu verbieten, vielmehr wollen die Klimafreunde informieren und aufklären. Die Wärmedämmung von Häuser diene nicht nur der Umwelt, sondern vermindere auch die Ausgaben, also könne jeder Geld einsparen.

Martin Schanbacher ist extra aus Sebaldsbrück gekommen, um sich zu informieren. Der studierte Elektrotechniker kontrolliert regelmäßig seinen eigenen Stromverbrauch, um zu schauen, wo er noch einsparen kann. Hier mal einen Stecker ziehen, oder dort mal den Standby-Betrieb vermeiden, sei gut für die Umwelt und seinen Geldbeutel, sagt er. Wer öfter das Fahrrad nutzte, tue sicherlich etwas Gutes für die Umwelt, aber eben auch für sich selbst.

Zu viel Plastik

Und warum muss alles in Plastik verpackt sein? "Wir sind schon richtige Plastik-Menschen geworden", sagt Andrea Lühmann. Denn mit jedem Schluck aus einer Plastikflasche oder mit jedem Stück Käse, das zuvor in Plastik eingewickelt war, würde der Mensch kleinste Spuren von Chemikalien aufnehmen. Die Konzentration sei zwar sehr gering und der Gebrauch von Plastikflaschen gelte als unbedenklich, dennoch seien die Risiken nicht gänzlich abschätzbar. Ob ungesund oder nicht, wer möchte schon Chemikalien zu sich nehmen?

"Jeder kann nach seinen Möglichkeiten einen kleinen Beitrag leisten", sagt Andrea Lühmann. Die einen würden Ökostrom beziehen oder in einem Bioladen einkaufen, andere wiederum führen häufiger Fahrrad oder schauten, dass ihr Obst und Gemüse aus der Region komme. Bettina Warnken aus der Neustadt kauft Äpfel aus dem Umland, die sind ihrer Meinung nach frischer und haben auch keinen langen Transportweg.

Eva Radieschen möchte mit ihrem Café

- einer ehemaligen Friedhofgärtnerei - Erinnerungen wachrütteln. Die Nähe zum Friedhof wolle sie gar nicht überdecken. "Der Tod gehört nun mal zum Leben", sagt Eva Radieschen. Aber sie achte eben auch darauf, bio und fair produzierte und gehandelte Produkte zu servieren. All ihre Tassen und Deckchen hätten ihre eigene Geschichte, vieles davon habe sie von Gästen geschenkt bekommen und somit auch recycelt.

Klimafreunde haben ein gemeinsames Ziel, und sind nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, stellen viele Besucher an dem Tag fest. Zum Klimaschutz könnten alle einen kleinen, aber feinen Beitrag leisten, und gleichzeitig etwas Gutes für sich selbst tun, ist die einhellige Meinung. "Wir vergessen, wer wir sind", sagt Andrea Lühmann von der Schwankhalle, "wir sind einfach nur Menschen."

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