Kultur- und Musikfestival in Bremen

Summer-Sounds-Festival erstmals an zwei Tagen

Vier Bühnen und mehr als 150 Künstler: Das Summer-Sounds-Festival in den Neustadtwallanlagen bietet am 9. und 10. August erstmals zwei volle Tage Programm.
24.07.2019, 19:39
Lesedauer: 2 Min
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Von Jakob Milzner
Summer-Sounds-Festival erstmals an zwei Tagen

Mehr als 40 Helfer engagieren sich beim Summer-Sounds-Festival, das am 9. und 10. August in den Neustadtwallanlagen stattfindet.

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Bis zu 20.000 Besucher werden erwartet, wenn am 9. und 10. August die 14. Ausgabe des kostenlosen Kultur- und Musikfestivals Summer Sounds in den Neustadtwallanlagen stattfindet.

Einiges ist neu in diesem Jahr: So können sich die Besucher erstmals auf zwei volle Tage mit buntem Festivalprogramm freuen. Zudem soll es in diesem Jahr besonders nachhaltig zugehen – dafür haben die Organisatoren des Festivals ein umfangreiches Konzept entwickelt, das dabei helfen soll, möglichst viel an Müll und klimaschädlichen Emissionen zu vermeiden. „Dieses Jahr wird Summer Sounds ein Nachhaltigkeitslabor, wo wir ganz viele Dinge ausprobieren“, sagt Astrid-Verena Dietze, die das Festival als Stadtteilmanagerin der Neustadt organisiert.

Auftritt von Michael Schulte

Im Vordergrund steht aber natürlich auch dieses Mal das musikalische und kulturelle Programm. Mehr als 150 Künstler bespielen die vier verschiedenen Bühnen. Bekanntester Name im Programm ist der Singer-Songwriter Michael Schulte, der als deutscher Vertreter beim Eurovision Song Contest 2018 den vierten Platz belegte. Doch gerade die unbekannteren Künstler laden zum Erkunden und Entdecken ein.

Die Kooperation mit dem Stage-Europe-Network bringt etwa die junge niederländische Band Sweetgodanimals nach Bremen, die ihren verträumten Synthpop am Samstagnachmittag auf der Hügelbühne präsentiert. Später beschließt die Berliner Rapperin Haszcara den Abend mit selbstproduzierten Beats und feministischen Punchlines, die ihre Kollegen in der männlich dominierten Hip-Hop-Szene derzeit ziemlich ideenlos aussehen lassen. Das liebevoll kuratierte Musikprogramm lässt sich ansonsten kaum eingrenzen und reicht von Folk und Jazz bis hin zu Trip-Hop und Afrohouse.

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Mitgewirkt an der Künstlerauswahl haben auch Felix Büttner vom Verein Clubverstärker Bremen und Kira Sackmann vom Kulturzentrum Lagerhaus. „Wir haben versucht, Künstler mit ins Boot zu holen, die aus dem Stadtteil, aus der Stadt kommen und die vielleicht noch einen kleinen Pusher brauchen“, sagt Sackmann. So können sich die Besucher des Festivals auch auf Bremer Acts wie das Dubstep-Duo Freeda Beast oder die Elektropunker von Alltag freuen. „Da wird's dann auch ein bisschen gesellschaftskritisch“, sagt Büttner.

Bislang keine Beschwerden von Anwohnern

Das ist natürlich untertrieben, denn das Festival verfolgt einen progressiven Geist, der die Gesellschaftskritik an vielen Stellen bereits impliziert. Hierzu zählt auch das Awareness-Konzept. So soll ein eigenes Team dafür sorgen, dass Besucher, die sich belästigt fühlen, geschulte Ansprechpartner finden, die ihnen dabei helfen, die Situation zu klären.

Achtsamkeit gilt auch für die Anwohner. Bislang habe es keine Beschwerden gegeben, sagt Dietze, man sei sich des Themas aber bewusst: „Wir hoffen einfach, dass die Leute kommen und mit uns feiern.“ Auch Ortsamtsleiterin Annemarie Czichon ist überzeugt: „Das Summer Sounds ist ein Leuchtturmprojekt für die Neustadt. Die Neustadt ist ein lebendiger, quirliger Stadtteil, und das drückt sich in diesem Festival aus.“

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