Am Standort des geplanten Supermarkts war eine chemische Fabrik Gelände birgt keine Altlasten

Oberneuland. Die Bürgerinitiative gegen den geplanten Supermarkt auf dem ehemaligen Sportplatz in Oberneuland hat den Widerstand gegen das Projekt noch nicht aufgegeben. Gestern brachte sie ihr Anliegen gegenüber Mitgliedern der Fraktionen in der Bremischen Bürgerschaft zur Sprache.
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Gelände birgt keine Altlasten
Von Andreas D. Becker

Oberneuland. Die Bürgerinitiative gegen den geplanten Supermarkt auf dem ehemaligen Sportplatz in Oberneuland hat den Widerstand gegen das Projekt noch nicht aufgegeben. Gestern brachte sie ihr Anliegen gegenüber Mitgliedern der Fraktionen in der Bremischen Bürgerschaft zur Sprache.

"Offenbar hat sich bei den Politikern noch nicht herumgesprochen, wieviele Bürger gegen das Vorhaben sind", sagt Sprecherin Birte Baraczewski. Aktuell sorgt die Information für Diskussionen, dass nach dem Krieg auf dem Sportplatzgelände eine chemisch-pharmazeutische Fabrik betrieben wurde. Gerhard Groll vom Verein Cultur & Tradition kann sich an diese Zeit erinnern. "Während des Krieges waren dort Kriegsgefangene untergebracht. Ab 1946 wurde in der großen Baracke die Fabrik betrieben", sagt er. Anfang der 1950er-Jahre sei sie geschlossen worden. Die Hoffnung der Supermarktgegner: Sollten auf dem Gelände Rückstände vergraben worden sein, könnte der Investor abspringen.

Dies sei jedoch völlig abwegig, lässt Planerin Josefa Weth vom Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa wissen. Natürlich sei das Gelände durch die Bodenschutz- und Naturschutzbehörde gründlich untersucht worden. Laut deren Stellungnahme lagen die "Dioxinwerte unterhalb der Bestimmungsgrenze, der Prüfwert für Kinderspielflächen wurden unterschritten." Auch eine sogenannte Rammkernsondierung im Grünbereich habe keine Besonderheiten und keine Hinweise auf vergrabene Altlasten ergeben.

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