UN-Sonderberater erläuterte im SZ Rockwinkel seine Aufgaben Lemke wirbt für Hilfsprojekte

Oberneuland. Als Sonderberater des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon für Sport ist Willi Lemke auf der ganzen Welt unterwegs. Über seine Erfahrungen in den armen Ländern - vor allem auf dem afrikanischen Kontinent - hat der ehemalige Bremer Innensenator und Werder-Manager jetzt im Schulzentrum Rockwinkel berichtet. Sein Ziel: Den Schülern für die Probleme auf der Welt die Augen zu öffnen und sie möglichst für ein Hilfsprojekt zu gewinnen.
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Lemke wirbt für Hilfsprojekte
Von Andreas D. Becker

Oberneuland. Als Sonderberater des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon für Sport ist Willi Lemke auf der ganzen Welt unterwegs. Über seine Erfahrungen in den armen Ländern - vor allem auf dem afrikanischen Kontinent - hat der ehemalige Bremer Innensenator und Werder-Manager jetzt im Schulzentrum Rockwinkel berichtet. Sein Ziel: Den Schülern für die Probleme auf der Welt die Augen zu öffnen und sie möglichst für ein Hilfsprojekt zu gewinnen.

"Ich kann nur ein paar Türen zeigen. Durch welche ihr geht, ist eure Entscheidung", so Lemke. In den folgenden 90 Minuten brachte er den Schülern nicht nur seine UN-Aufgabe etwas näher, sondern er schaffte es auch, komplizierte Sachverhalte kindgerecht darzustellen. So wurde die Funktion von Ban Ki-moon kurzerhand mit der Aufgabe eines Klassensprecher verglichen, die Vereinten Nationen wurden zur Schülervertretung.

Klar ist: Für Lemke ist Sport nicht nur Leibesertüchtigung. Es ist ein Weg, um für mehr Entwicklung und Frieden einzutreten. So wird der Fußball in Afrika nicht nur gefördert, damit die Kinder miteinander spielen. Er dient auch dazu, die jungen Leute zu erreichen, um sie über wichtige Dinge zu unterrichten, etwa die Vermeidung von HIV-Infektionen.

Der Sport sei also nur Mittel zum Zweck. Damit werde soziale Kompetenz entwickelt und die Spannung zwischen ethnischen Gruppen abgebaut. Auch Toleranz und Integration befördere der Sport. "Dabei sind alle trennenden Elemente völlig unwichtig", sagte der Sonderberater, der Büros in Bremen, Genf und New York unterhält. Einen guten Teil seiner Zeit ist Lemke jedoch unterwegs. Flüchtlingslager an der Grenze zwischen Somalia und Kenia besucht er ebenso regelmäßig wie im Gaza-Streifen. Die Lebensverhältnisse und wichtige Sportprojekte erläuterte Lemke anhand von Dias.

Bei seiner Arbeit verfolgt er fünf Prioritäten. Neben dem Kampf gegen die Armut in Afrika sind dies die Vermittlung von positiven Vorbildern sowie der Nahost-Konflikt. Außerdem unterstützt der Sonderberater Kinder und Jugendliche mit Behinderung und setzt sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter ein. Abschließend stellte er den Schülern einige wichtige Hilfsprojekte vor. "Wenn ihr euch dafür engagiert, wird der direkte Kontakt zu den Menschen euren Horizont unheimlich erweitern", versprach er.

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