Ausstattung der Schulen in Oberneuland

Status-Update in Sachen Digitalisierung

Wie gut sind die Schulen im Stadtteil technisch ausgestattet? Das wollten die Mitglieder des Beirats Oberneuland von zwei Vertretern des Bildungsressorts wissen. Die Sitzung fand zum zweiten Mal online statt.
02.07.2020, 06:33
Lesedauer: 2 Min
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Von Maren Brandstätter

Welche Chancen und Möglichkeiten bietet die Digitalisierung an Schulen? Mit dieser Frage startete der Beirat Oberneuland am vergangenen Montag in seine zweite Online-Sitzung. Zugeschaltet waren unter anderem Meik Hansen und Pascal Berke vom Bildungsressort, die zum aktuellen Stand der Planungen Auskunft geben sollten.

Derzeit sind laut IT-Referatsleiter Hansen alle Schulen dabei, ein Medienentwicklungskonzept zu erstellen, wenn sie es nicht schon abgegeben haben. Dieses soll als Grundlage dienen, um den konkreten IT-Bedarf für die jeweilige Schule zu ermitteln und die benötigten Geräte anzuschaffen, erläuterte er. Das funktioniere online über eine „Warenkorb“- Funktion auf der Homepage des Bremer Lis, dem Landesinstitut für Schule. Auf Nachfrage von Beiratssprecherin Tamina Kreyenhop (CDU), ob es vorab eine Möglichkeit gebe, die auserkorenen Produkte im Lis auszuprobieren, erklärte Berke, dass zu Testzwecken ein sogenannter Showroom eingerichtet sei, „damit sich die Schulen ein fundiertes Bild machen können“.

Die Grundschule Oberneuland hat ihr Medienentwicklungskonzept bereits eingereicht, nun soll in Kürze die erste Bestellung anstehen, berichtete Schulleiterin Dagmar Sense dem STADTTEIL-KURIER im Nachgang zur Sitzung. „Wir warten nur noch auf drei Ports“, sagt sie. Ein WLAN, sei mit einer Ausnahme inzwischen in allen Gebäuden eingerichtet. Fürs Erste werde die Schule einen Klassensatz Laptops, Tablets und einen Beamer samt Leinwand anschaffen, so Sense. Sie rechne damit, ab Oktober alles im Einsatz zu haben. Nach und nach sollen die Geräte dann in allen Klassen ausprobiert werden, um anschließend zu entscheiden, ob sich weitere Anschaffungen für die Schule lohnen oder nicht. Wenn ja, werde entsprechend nachbestellt. „Bislang läuft seitens der Behörde alles zu unserer Zufriedenheit“, betonte die Schulleiterin. „Wir fühlen uns wirklich gut betreut.“

Im Oberneulander Beirat kam angesichts dieser Planungen auch die Frage nach entsprechenden Fortbildungen für das Lehrpersonal auf. Berke berichtete von diversen Online-Seminaren insbesondere zum Umgang mit der Lern-Plattform Itslearning. Auf Nachfrage von Kreyenhop, ob die Nutzung perspektivisch verpflichtend für die Lehrer sei, erklärte er, dass eine Verpflichtung die Bereitstellung von Dienstrechnern für alle Lehrer voraussetze. „Wir von der Technik würden das begrüßen, und auch der Personalrat fordert das“, sagte Hansen. Es gebe dazu Überlegungen, die sich in der politischen Diskussion befänden. „Ich denke, bis zum Sommer sind wir schlauer“, sagte er.

Viele neue Geräte bedeuten perspektivisch auch viel Wartungsarbeit – vor diesem Hintergrund erkundigte sich Kreyenhop, wer die Technik in Schuss halten werde. Hansen zufolge gibt es einen ressortinternen Support-Dienst, der sich darum kümmern wird. Michaela Dahm befürchtet allerdings, dass der allein nicht ausreichen wird. „Es müsste zusätzlich ein Administrator vor Ort sein“, erklärte die Leiterin der Oberschule Rockwinkel im Gespräch mit dem STADTTEIL-KURIER. Dahm hat bereits vier Klassensätze Laptops beim Lis bestellt. Da die beiden PC-Räume der Schule aufgrund der hohen Schülerzahl zu Klassenzimmern umgewidmet werden mussten, habe sich das Kollegium auf diese mobile Lösung verständigt. Jetzt seien noch eine oder vielleicht auch mehrere Klapptafeln und Nahdistanzbeamer im Gespräch, sagt Dahm. Bevor die allerdings im Online-Warenkorb der Schule landen, wollen sich zwei Lehrer aus dem Fachbereich Medien die Geräte im Showroom vorführen lassen.

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