Interaktive Tafel steigert Aufmerksamkeit

Ökumenisches Gymnasium weiht Anbau ein

Oberneuland. Eine herkömmliche Schultafel und Kreide gehören für Jürgen Obermeyer der Vergangenheit an. Der Informatiklehrer am Ökumenischen Gymnasium (ÖG) greift zum Spezialstift, der das Zeug zum Zauberstab hat. Ein leichter Druck auf die Tafel und eine Unterrichtseinheit zur Kryptologie erscheint. Das Geheimnis ist eine interaktive Tafel, von der das ÖG ein erstes Exemplar angeschafft hat.
12.01.2010, 08:31
Lesedauer: 2 Min
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Ökumenisches Gymnasium weiht Anbau ein
Von Andreas D. Becker

Oberneuland. Eine herkömmliche Schultafel und Kreide gehören für Jürgen Obermeyer der Vergangenheit an. Der Informatiklehrer am Ökumenischen Gymnasium (ÖG) greift zum Spezialstift, der das Zeug zum Zauberstab hat. Ein leichter Druck auf die Tafel und eine Unterrichtseinheit zur Kryptologie erscheint. Das Geheimnis ist eine interaktive Tafel, von der das ÖG ein erstes Exemplar angeschafft hat.

„Das ist für uns ein Prototyp. Der soll sich jetzt bewähren, dann denken wir über weitere nach“, gibt Rolf Dubiel, kaufmännischer Leiter des ÖG, die Marschrichtung vor. Das so genannte Whiteboard kann wie eine PC-Oberfläche genutzt werden und funktioniert nur in Verbindung mit einem Computer und Beamer. Der Kaufpreis liegt bei 3400 Euro. Für Jürgen Obermeyer liegen die Vorteile der Tafel in ihrer Vernetzung mit dem Computer. „Der Lehrer kann zu Hause den Stoff vorbereiten und dann mit den Schülern gemeinsam weitere Inhalte erarbeiten, die an die Tafel geschrieben werden. Nichts davon geht verloren, alles wird gespeichert und kann in der nächsten Stunde wieder aufgerufen werden“, beschreibt er die Vorzüge der Technik.

Auch für die Schüler gibt es Erleichterungen. Sie müssen nicht mehr unbedingt mitschreiben, weil der Inhalt der Tafel als PDF gespeichert und per E-Mail verschickt werden kann. Dadurch steige die Aufmerksamkeit im Unterricht, so erste Erfahrungen. Die interaktive Tafel ist nur eine von mehreren Neuerungen, mit denen das ÖG das Jahr 2010 beginnt. Wie bereits im Hauptteil berichtet, wurde am Freitag ein Anbau mit zwei neuen Klassenräumen, zusätzlichen sanitären Anlagen und Abstellräumen eingeweiht. Eine halbe Million Euro hat der Anbau gekostet, der den steigenden Schülerzahlen am ÖG Rechnung trägt. Der ursprüngliche Plan, diese Investition mithilfe des Konjunkturpakets II zu finanzieren, scheiterte letztlich an der Stadt Bremen. „Wir hatten gehofft, drei Viertel der Summe vom Bund und ein Viertel von der Stadt zu bekommen. Darauf ist Bremen leider nicht eingegangen“, bedauert Guido Brune, Vorsitzender des Trägervereins. So habe man aus Mitteln des Trägervereins, durch Spenden und die Hilfe von Eltern das Vorhaben in Gang gebracht. Wie Schulleiterin Manuela Heuthaler und Rolf Dubiel ausführten, sind damit die baulichen Veränderungen noch nicht abgeschlossen.

In einer zweiten Phase sollen noch im ersten Halbjahr 2010 ein Schülerarbeitsraum samt Bibliothek sowie Lehrerarbeitsräume und ein Sprechzimmer gebaut werden. Die dritte Phase sieht eine Umgestaltung des Außengeländes vor. Dabei sollen Bewegungsräume und Treffpunkte entstehen. Für das Schuljahr 2010/11 ist die vierte Phase geplant. Sie betrifft den naturwissenschaftlichen Unterricht. Mit der Einrichtung eines Experimentierraums für Schüler soll verstärkt forschendes Lernen möglich werden. Dubiel: „Das ÖG hat sich eine konsequente Qualitätssteigerung auf die Fahnen geschrieben.“

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