Ökumenisches Gymnasium Schülerfirma hat vor allem Büromaterial im Angebot

Oberneuland. Die ersten Kunden warten schon vor Beginn der Geschäftszeit vor der Tür. Als Katharina Gottfried dann aufschließt, gibt es kein Halten mehr. In kurzer Zeit ist der kleine Laden überfüllt, ein paar Kunden müssen draußen warten.
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Schülerfirma hat vor allem Büromaterial im Angebot
Von Andreas D. Becker

Oberneuland. Die ersten Kunden warten schon vor Beginn der Geschäftszeit vor der Tür. Als Katharina Gottfried dann aufschließt, gibt es kein Halten mehr. In kurzer Zeit ist der kleine Laden überfüllt, ein paar Kunden müssen draußen warten, bis die ersten das Geschäft wieder verlassen haben.

Die Schülerfirma "Büroklammer" hat am Ökumenischen Gymnasium gut eingeschlagen. Am ersten Tag verbuchte der Laden bereits einen Umsatz von 125 Euro. "Das ist ein sehr guter Wert dafür, dass wir nur zwei Stunden aufhatten", sagt Maximilian Konstantin Epping aus dem Wirtschafts-Hauptfachkursus des 13. Jahrgangs. 14 Schüler haben die "Büroklammer" nicht nur weitgehend in Eigenregie organisiert, sie betreiben den Laden auch während der Geschäftszeit in der ersten großen Pause. Der Gewinn landet nicht in den eigenen Taschen, sondern wird gespendet.

"Wir haben längere Zeit an dem Projekt gearbeitet, es hat aber viel Spaß gemacht", erzählt Lennardt. Unter Zeitdruck wurde nicht nur ein Businessplan erstellt, auch die Schulleitung und Spender für die Anschubfinanzierung wollten überzeugt werden.

Schließlich musste ein Mietvertrag für den Raum gegenüber dem Sekretariat abgeschlossen werden, wo die Schüler den Laden eingerichtet haben. "Am meisten Aufwand erforderte die Produktauswahl", sagt Wirtschafts-Lehrerin Katharina Gottfried, die das Projekt betreut. Im Internet suchten die Schüler nach dem günstigsten Anbieter für ihr Sortiment. Dies besteht hauptsächlich aus Büromaterial. Schreibhefte, Bleistifte, Kugelschreiber und Radiergummis liegen in den Regalen, aber auch Papiertaschentücher und Müsliriegel. "Als Renner haben sich Geodreiecke und College-Blöcke entpuppt. Und die Ordnerlocher müssen wir schon nachbestellen", sagt Epping.

Aus Sicht der Schule hat die Firma den Vorteil, dass die Schüler den Betrieb eines eigenen Unternehmens unter realistischen Bedingungen erproben können - von der Planung und der Einschätzung von Risiken bis zur Bestellung der Waren und der Werbung. Die Kunden sind jedenfalls froh über die "Büroklammer". Sie schätzen vor allem, dass sie den Einkauf von Büromaterial innerhalb des Schulgebäudes erledigen können. "Das ist praktisch, und die Preise sind günstig", sagt Luisa (13) aus der 7c.

Laut Katharina Gottfried war ein Anstoß für die Schülerfirma, dass sich die Schüler im Unterricht immer mal wieder von ihren Mitschülern Material leihen mussten. "Jetzt hat jeder die Möglichkeit, sich mit allem zu versorgen", sagt die Lehrerin. Läuft die Firma gut, könnte das Geschäft ausgeweitet werden. "Wir könnten Büromaterial auch fürs Sekretariat liefern oder die alljährliche Bestellung von Taschenrechnern übernehmen", so Katharina Gottfried. Doch zunächst gehe es darum, Erfahrungen zu sammeln und sich regelmäßig auszutauschen. Währenddessen hat sich der Laden wieder geleert, die nächste Stunde beginnt in Kürze. Mit dem Taschenrechner addieren die Geschäftsführer schnell die Tageseinnahmen. "Wir haben gerade 24,79 Euro Umsatz gemacht", sagt Maximilian Konstantin Epping. "Für eine große Pause ist das kein schlechter Wert."

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