Ausschuss: Autofahrer nehmen wenig Rücksicht auf Radfahrer

Obervieland. Tempolimits, die nicht eingehalten werden, und zu wenig Rücksichtnahme auf Radfahrer auf der viel zu engen Fahrbahn der Habenhauser Landstraße sorgen ständig für Ärger. Bereits seit Jahrzehnten beschäftigt sich der Verkehrsausschuss des Beirates Obervieland mit den Themen. Um endlich etwas dagegen zu tun, trafen sich der Ausschuss und Sandra Schönberger vom Amt für Straßen und Verkehr zu einer Ortsbegehung.
07.04.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von LIANE JANZ

Obervieland. Tempolimits, die nicht eingehalten werden, und zu wenig Rücksichtnahme auf Radfahrer auf der viel zu engen Fahrbahn der Habenhauser Landstraße sorgen ständig für Ärger. Bereits seit Jahrzehnten beschäftigt sich der Verkehrsausschuss des Beirates Obervieland mit den Themen. Um endlich etwas dagegen zu tun, trafen sich der Ausschuss und Sandra Schönberger vom Amt für Straßen und Verkehr zu einer Ortsbegehung.

Erste Station: Vom Niedersachsendamm bis zum Huckelrieder Friedhof ist ein Radweg nur einseitig angelegt und auch nur in eine Richtung befahrbar. Deshalb hat das Amt für Straßen und Verkehr die Fahrbahn in Richtung Habenhauser Brückenstraße für den Radverkehr freigegeben. Dies ist durch eine Bodenmarkierung am Anfang der Straße angedeutet. Doch die wenigsten Autofahrer nehmen Rücksicht auf Zweiräder, hat der Ausschuss festgestellt. Gleichzeitig gab es ein Bürgerbegehren der Anwohner vor Ort, die sich vor allem um die Schulkinder, die zur Freien Evangelischen Bekenntnisschule oder zum Fußballspielen nach Habenhausen fahren, sorgen. Anwohner Reinhard Willnow trug dem Ausschuss bei der Ortsbegehung seine Sorgen und die seiner Nachbarn vor und forderte den Ausschuss auf, zu handeln.

Sandra Schönberger nannte den Versammelten einige Maßnahmen, die an dieser Stelle nicht ergriffen werden könnten, wie beispielsweise ein Angebotsstreifen für Radfahrer über die gesamte Länge des betreffenden Abschnitts. Dafür sei die Fahrbahn zu schmal. Auch könne in dieser Fahrtrichtung kein Radweg gebaut werden, weil die Anwohner einen Teil ihrer Grundstücke dafür abgeben müssten, wozu sie nicht bereit wären. Diese Maßnahme wäre auch mit Kosten von rund einer Million Euro verbunden. Und für ein Tempo-30-Limit lägen die Voraussetzungen nicht vor. Die Strecke sei kein Unfallschwerpunkt.

Dennoch hat sich der Ausschuss mehrheitlich darauf geeinigt, ein Tempolimit zu beantragen. Darüber hinaus beschloss er auch, eine Gewichtsbegrenzung auf 3,5 Tonnen für Lkw in beiden Richtungen vom Niedersachsendamm bis Habenhauser Brückenstraße sowie Hinweisschilder zu beantragen, die darauf hinweisen, dass auch Radfahrer die Fahrbahn nutzen.

Darüber hinaus soll auch das Tempolimit auf 30 Kilometer pro Stunde zwischen Habenhauser Brückenstraße und Holzdamm ausgeweitet werden. Dies war der zweite Tagesordnungspunkt. Anwohner hatten dies gefordert, da sowohl auf dem Straßenabschnitt davor als auch danach eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde gilt. Der Ausschuss hob einen Beschluss vom 1. März, der das Tempolimit dort ausschließt, auf und wird eine Ausweitung der Geschwindigkeitsbegrenzung beantragen.

Eine Querungshilfe in der TheodorBillroth-Straße auf Höhe der Haltestelle Klinikum Links der Weser beschäftigte ebenfalls den Ausschuss. Er bemängelte, dass die Fußgänger dort aufgrund parkender Fahrzeuge nur unzureichend von vorbeifahrenden Autofahrern gesehen würden. Das Amt für Straßen und Verkehr ist dort bereits tätig geworden und hat Pfähle gesetzt, die das Parken verhindern. Dadurch hätte sich die Situation bereits gebessert. Weitere Maßnahmen wird es laut Behörde nicht geben.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+