Querungshilfen für Fußgänger

Beirat will mehr Sicherheit an Haltestellen

Stadtteilpolitiker in Obervieland wollen nach Veränderungen der Buslinie 51 Verbesserungen entlang des alten und neuen Streckenverlaufs erreichen.
06.07.2020, 06:09
Lesedauer: 2 Min
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Von Karin Mörtel
Beirat will mehr Sicherheit an Haltestellen

Zu manchen Zeiten ist es gar nicht so einfach für Fußgänger an der neuen Haltestelle Fontanestraße, über die Habenhauser Landstraße zu kommen.

Roland Scheitz

Seit Anfang Mai fährt die neue Buslinie 26 nun eine andere Strecke als die zuvor gewohnte Linie 51 in Obervieland. Höchste Zeit für die Ortspolitik, über Möglichkeiten nachzudenken, wie die Verkehrssicherheit entlang der alten und neuen Strecke noch verbessert werden kann. Zwei Beschlüsse hat der Verkehrsausschuss des Obervielander Beirates dazu kürzlich gefasst.

Zum einen wollen die Stadtteilpolitiker eine Tempo-30-Zone durch das Dichterviertel einführen, weil dort kein Bus mehr fährt. „Bislang galt auf der Strecke trotz Tempo 30 keine rechts vor links-Regelung, damit der Bus schneller vorankommt“, erklärt der Obervielander Ortsamtsleiter Michael Radolla. Weniger Schilder und Verkehrsberuhigung erhoffen sich die Beiratsmitglieder daher durch eine Tempo-30-Zone, die jeweils nur an den jeweiligen Zugängen beschildert sein würde.

Im Blick hat der Ausschuss die Straßen Holzdamm, Fellendsweg und Josef-Böhm-Straße, Heukämpendamm sowie August-Hagedorn-Allee. Auf einem Teil der Strecke am Heukämpendamm gelte bereits Tempo 30. Dieser Bereich solle erweitert werden, steht in dem einstimmig beschlossenen Papier.

Der zweite Beschluss enthält die Forderung an Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne), auf der Habenhauser Landstraße sowohl in Höhe der Einmündung Fellendsweg als auch in Höhe Fontanestraße je eine Querungshilfe einzurichten. Dabei könne es sich um Fußgängerüberwege oder Bedarfsampeln handeln.

Der Beirat argumentiert, dass die früheren Haltestellen der Linie 51 im Dichterviertel wesentlich ungefährlicher zu erreichen gewesen waren. „Die Habenhauser Landstraße wird von wesentlich mehr Fahrzeugen genutzt, da müssen Fußgänger schon sehr aufpassen, um eine Lücke zu finden“, so Radolla.

Untermauert wird die Forderung des Beirates von einer Auswertung der Geschwindigkeitsmesstafel, die der Beirat Ende Juni in Nähe der Haltestelle Fontanestraße aufgestellt hatte. 5670 Fahrzeugen haben die Stelle innerhalb von 24 Stunden an einem gewöhnlichen Wochentag in beide Fahrtrichtungen passiert. Besonders zwischen 6 und 19 Uhr schwankte die Anzahl pro Stunde zwischen 300 und 365 Fahrzeugen.

„Das ist schon sehr viel. Besonders wenn man bedenkt, dass die Haltestellen auch von vielen Schulkindern genutzt werden, die Richtung Habenhausen, Arsten und Kattenturm zu ihren Schulen fahren, die entlang der Linie liegen“, sagt Radolla. Die Haltestelle Fellendsweg müsste allerdings nur noch temporär gesichert werden, da sie abgebaut wird, sobald die neue Haltestelle an der Einfahrt zur Gartenstadt Werdersee in Betrieb gehen kann. Dort wird eine Bedarfsampel im Einsatz sein.

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