Radweg auf freier Fläche Prüfauftrag an Senatorin

Das Kopdsteinpflaster der Ahlker Dorfstraße ist für Radfahrer eine Herausforderung. Bleiben soll es trotzdem, findet der Beirat. Dafür soll es einen Radweg auf einer freien Fläche geben.
22.02.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Gerald Weßel

Eines steht für alle Beteiligten unverrückbar und in Stein gemeißelt fest: Das historische Kopfsteinpflaster der Ahlker Dorfstraße im Bremer Süden bleibt, wie es ist. Hierüber herrscht unter den Mitgliedern des Fachausschuss Verkehr des Beirates Obervieland Einigkeit. Der Bereich der Ahlker Dorfstraße war dabei aber nur eines der Themen, das auf der Tagesordnung des digitalen Treffens stand.

Doch zurück zum Kopfsteinpflaster: Dieses kommt ins Gespräch, als es um die mögliche Anlage eines neuen öffentlichen Radweges geht, der südlich der Dorfstraße im Bereich des einstigen Deichweges als Parallelweg angedacht ist. Die Idee: Eine durchgehende Verbindung schaffen und eine Möglichkeit anbieten, das unangenehm zu befahrende Pflaster auf der Hauptstraße zu vermeiden.

Südlich, jenseits der Häuserzeile, befindet sich vor der Hauptverkehrsader aber noch eine Fläche. Derzeit befindet sich dort nicht viel. Manche nutzen den Bereich zwar bereits als Strecke, wie an den Spuren in der Wiese zu sehen ist. Aber als Weg ist die Zone derzeit kaum zu erkennen. Es ist aktuell mehr eine von den Rädern auf altmodische Art fahrreif in die Rasenfläche gepflügte Mulde.

Einstimmig erteilt der Ausschuss dem Ortsamtsleiter, Michael Radolla, den Auftrag die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau zu bitten, hier die Möglichkeit eines Radweges zu prüfen. Die Kosten solle die Behörde tragen: „Radwege haben ja derzeit zum Glück Konjunktur“, sagt Radolla. Die Asphaltierung der Ahlker Dorfstraße ist aus Sicht des Ausschusses keine Alternative. Die Mitglieder verweisen hier auf den historischen und kulturellen Wert und das kulturelle Andenken des Stadtteiles mit Bezug auf die
Arster Steinsetzer.

Als weiteren Tagesordnungspunkt ruft der Ortsamtsleiter den von 97 Personen unterzeichneten Bürgerwunsch nach Bewohnerparken im Bereich Morsumer Straße/Martfelder Straße/Beppener Straße auf. Dies tritt einen regen Austausch los, der sich von den rechtlichen Grundlagen über die Kosten für die Anwohner bis hin zur Umsetzbarkeit und der Frage nach der Sinnhaftigkeit erstreckt. Nach längeren Hin und Her wird einstimmig beschlossen, dem Amt für Straßen- und Verkehr einen entsprechenden Prüfauftrag zu geben. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden weitere Schritte mit den Anwohnern besprochen werden.

Ebenfalls sehr beisammen ist man bei der Frage des Radweges an der Erdbeerbrücke zwischen Weser und Hastedter Osterdeich. Der schmale Abschnitt, den sich Fußgänger und Radfahrer teilen, soll nach dem Willen des Ausschusses neu gestaltet werden. Ähnlich hat sich bereits der Beirat Hemelingen geäußert. Zudem ging es darum, ob nach Abschluss der Bauarbeiten südlich der Erdbeerbrücke vor der Freien Evangelischen Bekenntnisschule Tempo 30 gelten soll. Letztendlich ist man sich auch hier schnell einig. Niemand sieht hierfür die Notwendigkeit.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+