800-Jahr-Feier in Arsten endet mit Laternenumzug und Feuerwerk Sonnen und Herzen leuchten

Arsten. Ein gelber Tiger, braune und grüne Schneeflocken und jede Menge rote und rosafarbene Herzen: Mit diesen Motiven hatte die fünfjährige Odine aus Arsten ihre Laterne, die sie aus weißem Transparentpapier selber gebastelt hat, bemalt. Wie ihr Kunstwerk im Dunkeln leuchtete, konnten ihre Schwester, ihre Eltern, ihre Tante und ihr Onkel beim Laternenumzug durch Arsten bewundern. Das Event war der Abschluss einer abwechslungsreichen Festwoche zur 800-Jahr-Feier, die mit einem Lichtspektakel auf dem Gelände hinter der Kultur- und Mehrzweckhalle feierlich ausklang.
15.09.2011, 05:00
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Von VOLKER ALTHOFF

Arsten. Ein gelber Tiger, braune und grüne Schneeflocken und jede Menge rote und rosafarbene Herzen: Mit diesen Motiven hatte die fünfjährige Odine aus Arsten ihre Laterne, die sie aus weißem Transparentpapier selber gebastelt hat, bemalt. Wie ihr Kunstwerk im Dunkeln leuchtete, konnten ihre Schwester, ihre Eltern, ihre Tante und ihr Onkel beim Laternenumzug durch Arsten bewundern. Das Event war der Abschluss einer abwechslungsreichen Festwoche zur 800-Jahr-Feier, die mit einem Lichtspektakel auf dem Gelände hinter der Kultur- und Mehrzweckhalle feierlich ausklang.

Dort trafen sich die zwei Gruppen, die jeweils von unterschiedlichen Startpunkten aus mit ihren Laternen durch die Straßen von Arsten marschiert waren. Der eine Zug ist von der Grundschule am Korbhauser Weg in Richtung Hinter dem Vorwerk, Arsterdamm, Josef-Böhm-Straße, Heukämpendamm, Alfred-Henke-Straße, Arster Heerstraße und wieder zurück zur Schule am Korbhauser Weg gegangen.

Die anderen Teilnehmer trafen sich auf dem Parkplatz hinter dem Einkaufszentrum in Arsten. Von dort aus startete Raymon aus Arsten mit seiner selbst gebastelten Laterne. "Sie ist aus blauer Pappe, und ich habe sie mit einem Schmetterling, einer Sonne und einem Flugzeug bemalt", sagte der Sechsjährige stolz. Er war schon ganz aufgeregt und wollte die vielen buntleuchtenden Laternen sehen: "Das ist so spannend." Auch für seinen Vater Harald Seutter war es ein besonderer Moment: "Man erinnert sich wieder an seine eigene Kindheit, als man ja auch bei Laternenumzügen mitgelaufen ist."

Familie Martens aus Arsten ist angetreten mit den Eltern Gaby und Christian sowie ihren zwei Töchtern Odine (5) und Thori (3). Thori war ganz stolz auf ihre Laterne: "Die habe ich aus einem Luftballon im Kindergarten gebastelt." zu laufen brauchte sie nicht, sie konnte sich im Kinderwagen gemütlich zurücklehnen und musste ihre Laterne einfach nur halten. Den Kinderwagen hatten Mutter und Vater mit bunten Lampen geschmückt. "Wir laufen jedes Jahr mit, und man trifft dann alle Leute aus Arsten", sagte Gaby Martens. Und was wäre ein Laternenumzug ohne Musik. Für die sorgte der Spielmannszug "Da Capo" aus Woltmershausen. Der ging voran und spielte klassische Laternenumzugslieder. Vom Parkplatz aus machte sich der Zug auf den Weg in Richtung August- Hagedorn-Allee, Heukämpendamm, Twiedelftsweg, Arster Landstraße bis zum Platz am Korbhauser Weg.

Mit Musik durch den Ortsteil

Das Gelände verwandelte sich in eine bunte, farbenprächtige Lichterlandschaft. "Ich habe ganz viele Laternen gesehen, die alle geleuchtet haben", beschrieb Ronja (9) aus der Vahr, die mit ihrem Vater Mario Zimmermann mitlief. Lea (7) aus Habenhausen hat unterwegs an einigen Häusern sogar welche gesehen: "Eine Laterne hing aus dem Fenster heraus, die war gelb und hatte große Augen." Ihre Freundin Lotta (6), ebenfalls aus Habenhausen, war begeistert vom Spielmannszug.

Nils Lackmann vom Sportverein TuS-Komet Arsten, der den Umzug koordiniert hat, war ganz zufrieden: "Es hat alles gut geklappt. Ich freue mich, dass so viele Leute mitgelaufen sind." Zum krönenden Abschluss einer langen Festwoche wurden Raketen in den Abendhimmel geschossen. "Das war cool, weil es so laut geknallt hat und auf einmal nach oben schoss", sagte der sieben Jahre alte Leon. Er war zusammen mit seinen Eltern Petra und Martin Semrau aus Arsten gekommen und seinen Großeltern Hilde Semrau und Herbert Bogon, die aus Huchting angereist waren. Auch sie waren beeindruckt von der Lichtshow. "Die ganze Atmosphäre mit den vielen Familien und ihren Kindern, die sich freuen. Und natürlich die leuchtenden Laternen, einfach ein schöner Anblick", meinte Herbert Bogon. "Es war ein grandioses Feuerwerk", so umschrieb Birgit Girke aus Arsten ihren Eindruck. Sie ergänzte: "Es war so farbenprächtig und laut, sodass man Arsten im Stadtgebiet gehört hat."

Für Emily (20) aus Arsten hatte das Feuerwerk etwas Romantisches: "Es ist schön, wenn man hier mit seinem Freund steht und das Ganze beobachtet." Glücklich zeigte sich Friedrich Greve vom Arbeitskreis Arster Geschichte(n), der insgesamt hochzufrieden war mit der Festwoche: "Jung und Alt sind zusammengekommen, Alt und Neu haben sich integriert. Es freut einen, wenn die Vorbereitungen und die ganze Arbeit etwas gebracht haben. Arsten ist durch die Feier jünger denn je geworden." Ortsamtsleiter Ingo Funck bilanzierte: "Die Feier war sehr kreativ, abwechslungsreich, für alle war etwas dabei, und das Feuerwerk war ein würdiger Abschluss."

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