Wichtige Verkehrsthemen in Obervieland

Radwege und Bus- und Bahnlinien stehen im Fokus

Zu schmale Radwege, eine fehlende Brücke sowie neue Buslinien stehen in einem Forderungskatalog des Obervielander Beirates an die Bremer Verkehrsbehörde.
14.09.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Karin Mörtel
Radwege und Bus- und Bahnlinien stehen im Fokus

Für Radfahrer und Fußgänger, die in beide Richtungen den Habenhauser Deich viel nutzen, ist der Weg besonders Richtung Landesgrenze deutlich zu schmal, kritisiert der Beirat.

Petra Stubbe

Es ist eine Liste mit Lösungsvorschlägen und Forderungen zu den schwerwiegendsten Verkehrsproblemen im Stadtteil, die der Obervielander Beirat kürzlich an die Verkehrsbehörde versandt hat. Denn dort soll demnächst der Verkehrsentwicklungsplan 2025 der Stadt an die Anforderungen der Zukunft angepasst werden. Daher machen sich derzeit die Stadtteilpolitiker aller Himmelsrichtungen der Stadt Gedanken darüber, welche Ziele und Maßnahmen für ihre Ortsteile sie in dem neuen Dokument wiederfinden wollen.

Wichtig ist für das Stadtteilparlament besonders, dass die geplante Brücke für Fußgänger und Radfahrer zwischen Habenhausen und Hemelingen möglichst schnell gebaut wird. „Der Beirat begrüßt den Fortschritt zur Realisierung der Brücke, fordert aber eine deutlich zügigere Umsetzung“, heißt es daher in dem einstimmig beschlossenen Papier.

Um mehr Menschen dazu zu bringen, Bus und Straßenbahn statt das Auto zu nutzen, will der Beirat die verschiedenen BSAG-Haltestellen im Zentrum Kattenturms zusammenführen. Denn die liegen momentan noch relativ weit auseinander, was den Umstieg beispielsweise von den Buslinien 26 und 27 zur Straßenbahnlinie 4 unattraktiv macht.

Auch die als künftige Fahrradpremiumrouten angedachten Verbindungswege zwischen Obervieland und anderen Stadtteilen bereiten dem Beirat noch Sorgen. „Aus Sicherheitsgründen dringend erforderlich“ sei beispielsweise eine Verbreiterung des Deichweges zwischen St.-Pauli-Deich und Deichschart in der Neustadt, um eine schnelle und sichere Fahrt in die Neustadt zu ermöglichen. Ebenfalls zu schmal und daher gefährlich fällt aus Sicht der Obervielander der Fuß- und Radweg auf dem Habenhauser Deich ab Fellendsweg Richtung Landesgrenze aus.

Für Autofahrer relevant ist die Forderung, die Karl-Carstens-Brücke auszubauen, sodass sie mehr Verkehr aufnehmen kann, ohne dass Staus entstehen. Für den Beirat ist das die „logische Fortsetzung des jetzigen Ausbaus der Habenhauser Brückenstraße.“

Das Ziel der Bremer Regierung, die Innenstadt möglichst frei von Autos zu halten, unterstützen die Obervielander. Sie verweisen aber darauf, dass dazu Bus- und Bahnlinien ausgebaut werden müssen. Eine „zeitnahe Umsetzung“ der neuen Buslinie 21, die bereits im aktuellen Verkehrsentwicklungsplan enthalten ist, als Direktverbindung vom Bremer Osten zum Flughafen über die Karl-Carstens-Brücke und Huckelriede sei daher nötig. Zusätzlich soll die bereits bestehende Buslinie 29 erweitert werden, um das südliche Arsten über Kattenturm mit Huckelriede zu verbinden, verlangt die Beiratsmitglieder.

Außerdem wiederholen die Stadtteilpolitiker ihre Kritik an der veränderten Linienführung der Buslinie 26 (vorher 51) in Teilen von Arsten und Habenhausen. „Insbesondere ältere Menschen sind hier durch erhebliche und kaum noch zumutbare Wegeverlängerungen betroffen, was aber in vollem Widerspruch zu den angeführten Zielen des Verkehrsentwicklungsplans steht“, so der Vorwurf.

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