Mehrgenerationenhaus eingeweiht Ein Haus der Begegnung

Die Bremer Heimstiftung hat in Bremen-Osterholz ihr erstes Mehrgenerationenhaus eingeweiht. Knapp zehn Millionen Euro hat die Stiftung für das Zusammenleben der Generationen investiert.
18.09.2020, 18:36
Lesedauer: 2 Min
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Ein Haus der Begegnung
Von Christian Hasemann

Bremen. Die Heimstiftung hat in der Graubündener Straße im sogenannten Schweizer Viertel die Einweihung ihres ersten Mehrgenerationenhaus gefeiert. Neben Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) war Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) nach Osterholz gekommen.

Für die Heimstiftung, Bremens größten Altenhilfeträger, ist das Mehrgenerationenhaus ein Novum. „Das Konzept dahinter passt aber sehr gut zu uns und unseren Vorstellungen von einem lebendigem Miteinander bis ins Alter, von Teilhabe und nachbarschaftlichen Engagement“, sagte Seniorvorstand Alexander Künzel.

Die Heimstiftung hat mehr als zehn Millionen Euro in den Bau investiert, der über einen zwei- sowie einen vierstöckigen Gebäudeteil verfügt. Bis Januar 2021 sollen die Mieter und Partner der Heimstiftung die 4390 Quadratmetern Geschossfläche beziehen. Zu den zukünftigen Nutzern des Gebäudes zählen eine Praxis für Sprachtherapie, ein Gesundheitstreff und ein Café-Restaurant. Dazu kommen mehrere Wohnungen für ältere und behinderte Menschen, aber auch Familien sowie eine Pflege-Wohngemeinschaft und eine Tagespflege für Senioren. Die Hans-Wendt-Stiftung wiederum betreibt in dem Haus das „Kinderhaus am Fleet“, eine Kindertagesstätte.

Marina Aydt, Hausleiterin des Mehrgenerationenhauses, sagte: „Ein sehr vielfältiges Angebot also und ein Miteinander, hinter dem schon seit Längerem zahlreiche Menschen stehen: freiwillig engagierte Helfer, aber auch Kooperationspartner, die uns unterstützen.“ Gemeinsam arbeite man daran, dass sich das Haus zu einem Ort der Begegnung und zu einem Anziehungspunkt für Nachbarn jeden Alters und verschiedener Kulturen aus dem Stadtteil entwickelt.

„Die Möglichkeit, dass Jung und Alt sich begegnen, zeichnet ein Mehrgenerationenhaus aus. Der generationenübergreifende Ansatz gibt den Häusern ihren Namen und ist Alleinstellungsmerkmal“, sagte Franziska Giffey. „Jüngere helfen Älteren und umgekehrt. Mehrgenerationenhäuser sind zentrale Begegnungsorte für alle Generationen.“ Das Bundesfamilienministerium hat die Ausgestaltung des Mehrgenerationenhaus im Schweizer Viertel mit 160 000 Euro gefördert. 40 000 stellte die Stadt Bremen zur Verfügung.

Mit dem Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus, das am 1. Januar 2017 gestartet ist, wurden bis 2020 rund 540 Mehrgenerationenhäuser bundesweit gefördert.

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