Geld aus Berlin

Bund gibt Geld für Turnhallensanierung

Knapp 1,4 Millionen Euro aus Bundesmitteln stehen für eine Sanierung der Schulsporthalle der Grundschule Osterholz im Stadtteil Osterholz bereit. Einzelne Gebäudeteile sind schon über 70 Jahre alt.
12.04.2019, 16:54
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Bund gibt Geld für Turnhallensanierung
Von Christian Hasemann
Bund gibt Geld für Turnhallensanierung

In die Jahre gekommen: die Turnhalle an der Grundschule Osterholz.

PETRA STUBBE

Bremen erhält vom Bund 1,4 Millionen Euro für die Sanierung der Turnhalle der Grundschule Osterholz, die zugleich auch die älteste Halle im Stadtteil ist. Die Mittel kommen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Die ersten, die von der Entscheidung im Haushaltsausschuss in Berlin erfuhren, waren die Bremer Bundestagsabgeordneten Sarah Ryglewski (SPD) und Elisabeth Motschmann (CDU). „Der Einsatz in Berlin für die Sanierung der Sporthalle hat sich gelohnt. Der Bund ist näher bei den Menschen, als man denkt", sagt Elisabeth Motschmann. "Als Wahlkreisabgeordnete freut mich besonders, dass eine Sporthalle gefördert wird. Für den Schulsport sind moderne Sportstätten wichtig", wird Elisabeth Motschmann in einer Pressemitteilung zitiert.

Älteste Gebäudeteile von 1947

„Eine moderne, gut ausgestattete Schule macht erfolgreiches Lernen einfacher und bietet Chancen für alle“, sagt Sarah Ryglewski. Die SPD wolle allen Kindern so früh wie möglich dieselben Möglichkeiten auf beste Bildung bieten. Das bedeute Investitionen in Kitas, Schulen, Hochschulen und Unterstützung für die Ausbildung.

Lesen Sie auch

Die Ganztagsschule an der Osterholzer Heerstraße 160 blickt auf eine 150-jährige Tradition zurück. Die 270 Grundschüler sind sozial, kulturell und religiös unterschiedlich geprägt. Allerdings ist die Schule zu klein, um die zukünftig erwarteten Schüler aufzunehmen. Südlich der Osterholz Heerstraße am Ehlersdamm wird daher der Neubau einer Grundschule geplant.

Die ältesten Gebäudeteile der knapp 800 Quadratmeter großen Turnhalle der Grundschule stammen aus dem Jahr 1947. 2017 gab es eine Begehung durch Immobilien Bremen (IB), Verwalterin der öffentlichen Liegenschaften in Bremen. Damals wurden für die nötigsten Sanierungsmaßnahmen 362 744 Euro veranschlagt. Eine Kostenschätzung für eine Gesamtsanierung gibt es im Turnhallen-Kataster von Immobilien Bremen nicht. Mit den jetzt freigegebenen 1,4 Millionen kommt es zu einer umfassenden Sanierung. Neue Sanitär- und Umkleidebereiche und die Barrierefreiheit gehören dazu, aber auch ein neuer Boden für die Sporthalle, ein Prallschutz sowie der Austausch der alten Glasbausteine gegen moderne Fenster sind in der Sanierung enthalten.

Überraschende Nachricht

Große Freude herrschte auch bei Horst Massmann (SPD), Sprecher des Bildungsausschuss Osterholz, den die Nachricht im Urlaub überraschte. „Das ist eine unheimliche Freude und völlig überraschend!“ Genau diese Halle habe es besonders nötig. „Im Sportbereich in Osterholz ist das das Vordringlichste“, sagt Horst Massmann. Es sei die erste Halle überhaupt in Osterholz. „Die hat nicht mal einen Schwingboden“, ergänzt er. Nicht nur für die Schule, sondern auch die Sportvereine im Stadtteil und der benachbarte Football-Club würden von der Sanierung profitieren.

Das Förderprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen des Bundes wurde zuletzt noch einmal mit 100 Millionen Euro aufgestockt, sodass insgesamt 200 Millionen Euro für die Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur für die Jahre 2019 bis 2023 zur Verfügung stehen. Das Programm ist Teil des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung und zielt auf die Behebung des Investitionsstaus bei der sozialen Infrastruktur.

Lesen Sie auch

Allerdings: Auch mit dieser Summe wird nur ein winziger Teil des tatsächlichen Sanierungsbedarfs gedeckt werden können, denn allein in Bremen wird der Sanierungsbedarf an Turnhallen auf knapp 100 Millionen Euro geschätzt. Dazu kommen noch die maroden Uni-Hallen mit geschätzten Sanierungskosten – sollten sie nicht komplett neu gebaut werden – von bis zu 30 Millionen Euro.

Der Förderantrag wurde von Bremer Seite bereits Ende August 2018 eingereicht. Immobilien Bremen hatte Sanierungsmittel für insgesamt fünf Sporthallen mit einem Gesamtvolumen von 18 Millionen Euro beantragt. Der Eigenanteil, den Bremen aufbringen muss, liegt bei 160 000 Euro.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+