Bremer Einkaufszentrum verändert sich

Neue Restaurants im Weserpark sollen Kunden locken

Im und am Weserpark werden Gebäude abgerissen und neue für weitere Gastronomieangebote gebaut. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2021 geplant.
22.10.2020, 05:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Gerald Weßel

Bauzäune künden meist von Veränderungen. Entweder markieren sie, was dem Erdboden gleichgemacht - oder wo sich etwas von ihm erheben soll. Aber der Weserpark in Osterholz ist nicht erst seit seinem großen Erweiterungsumbau, der 2014 eröffnet wurde, ein steter Hort des Wandels. Und in naher sowie mittlerer Zukunft wird sich erneut einiges an dem großen Einkaufszentrum im Bremer Osten ändern. Anstelle des noch stehenden McDonalds sowie des bereits abgerissenen Smart-Turms werden zwei neue Bauten errichtet werden, um Kunden in den Bremer Osten zu locken.

Das kulinarische Angebot erhält Zuwachs: Nach umfangreichen Umbauarbeiten sollen auf dem Gelände zwischen dem Shoppingcenter und Cinestar Kristall-Palast zwei neue Gebäude entstehen, in die mit L’Osteria und The ASH zwei neue Gastronomiekonzepte einziehen werden.

Eröffnung der Restaurants im kommenden Jahr

Im Frühjahr 2021 oder spätestens in den ersten Wochen des Sommers sollen die zwei neuen Restaurants ihre Pforten öffnen, verspricht Center Managerin Monika Mehrtens. Damit werden dann zukünftig italienische Spezialitäten wie Pizza, Pasta und Salate sowie Fleisch- und Fischgerichte die vorhandenen Gastronomieangebote ergänzen. Eine große Außenterrasse, die Gäste beider Konzepte nutzen können, wird die beiden Gebäude verbinden. Der noch anstehende Abriss des aber bereits abgezäunten Bauwerks an selbiger Stelle wird in den kommenden Wochen zur Vorbereitung der Neubauten erfolgen.

Lesen Sie auch

The ASH „American Grill & Bar“ ist eine Marke aus Bonn. Besucher erwartet dort eine Mischung aus amerikanischer Küche und Bar-Atmosphäre, die Gruppe trägt die Idee des Supper Club aus dem Amerika der 1920er Jahre in unsere Zeit. Das Angebot reicht von American Classics über Steaks und Burger, Salate, vegetarische Gerichte und Brunch an Sonn- und Feiertagen bis hin zu Cocktails und Drinks.

Sein Debüt feierte das sogenannte „Fine Casual Dining Konzept“ im Jahr 2015 in der Kölner Innenstadt. Wer statt eines Steaks das italienische Flair bevorzugt, könnte sich L‘Osteria anschauen: Bekannt für Pizza und Pasta aus der eigenen Manufaktur, Salate und weitere Klassiker der italienischen Küche. Das erste Restaurant eröffnete das Unternehmen im Jahr 1999 in Nürnberg. Dank des Erfolgs folgten schnell weitere Standorte in Rosenheim, Regensburg und München. Heute ist L’Osteria mit über 100 Restaurants in Deutschland, Österreich, Schweiz, England, Tschechien, den Niederlanden und Frankreich vertreten.

Doch nicht nur draußen erwartet die Besucher des Weserparks in Zukunft Neues. Seit mehreren Monaten hat sich ein Teil des Inneren hinter Absperrungen versteckt, um in gänzlich neuem Gewand wieder an die Öffentlichkeit zu kommen: Das Edeka-Center. Am 26. November soll dort Neueröffnung gefeiert werden. Zu diesem Zeitpunkt soll das neu gestaltete Areal mit 6800 Quadratmetern der größte Edeka Norddeutschlands sein und neben dem üblichen Verkauf auch zahlreiche Möglichkeiten zum Verzehr von frisch zubereiteten Speisen und Snacks bieten.

Verzögerung der Bauarbeiten aufgrund der Pandemie

Auch mit seiner Gestaltung soll die Zone im Weserpark punkten, verspricht Miriam Pöttker, Pressereferentin der Handelskette. Die Palette soll rund 50.000 Produkte umfassen, wobei von günstig über Eigenartikel, Markenware und Bioprodukten bis hin zu internationalen Spezialitäten viel geboten werden soll. Die Pandemie hatte zur Freude der Betreiber keinen wesentlichen Einfluss auf die Arbeiten: „Die Bauarbeiten des Marktes haben sich aufgrund der Pandemie nur unwesentlich verzögert“, erklärt Pöttker. „Unser Ziel war die Neueröffnung dieses besonderen Edeka-Centers vor Weihnachten, und das halten wir ein.“ Gut 170 Personen werden das Team bilden, das sich den Wünschen der Kunden annehmen wird, listet der Betreiber auf.

Lesen Sie auch

Aber auch ein momentanes Sorgenkind am Weserpark darf nicht unerwähnt bleiben: Der Wellness- und Saunabetrieb Oase geht in seinem 22. Betriebsjahr wohl durch das schwerste seiner bisherigen Geschichte: Insolvenz musste angemeldet werden. „Unser Fitness-, Sauna- und Wellnessangebot ist nach wie vor zeitgemäß und wettbewerbsfähig, mit rund 260.000 Jahresbesuchern sind wir eines der Topziele im Norden“, stemmt sich Geschäftsführer Helmuth Gaber auf Nachfrage den Umständen entgegen.

Denn eigentlich sei es der Oase nicht schlecht gegangen, auch wenn man laut Gaber seit 2019 bereits verstärkt mit Veränderungen beschäftigt gewesen sei. Aber die Pandemie und die daraus resultierenden Auflagen rissen sie in die Krise. „Unsere Branche ist bundesweit von diesem Virus befallen“, sagt Gaber. Derzeit suche man im Zuge des Verfahrens nach neuen Wegen, mit der Situation umzugehen, aber „die Aufgabenstellung ist anspruchsvoll“. Doch die Eröffnung des neuen Edeka-Center macht auch Gaber Hoffnung: „Ab Mitte November rechnen wir am Standort mit einem nochmals deutlich steigenden Besucheraufkommen, sobald der neue große Edeka-Markt eröffnet.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+