Initiative weist auf Einsparung von einer Million Euro hin - wenn eines der beiden Gleise wegfallen würde Anwohner kritisieren Pläne für Hartwigstraße

Schwachhausen. Harsche Kritik an den Umbauplänen für die Hartwigstraße, in der ab März gebaut werden soll (wir berichteten), hat jetzt eine Anwohnerinitiative geübt. Vor allem der doppelte Gleisausbau sei für das Verkehrsaufkommen auf der Strecke nicht erforderlich, argumentierten die Bürger gestern bei einem Pressegespräch. Dadurch werde "rund eine Million Euro verschwendet", rechnete die Initiative vor.
19.01.2012, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Anwohner kritisieren Pläne für Hartwigstraße
Von Andreas D. Becker

Schwachhausen. Harsche Kritik an den Umbauplänen für die Hartwigstraße, in der ab März gebaut werden soll (wir berichteten), hat jetzt eine Anwohnerinitiative geübt. Vor allem der doppelte Gleisausbau sei für das Verkehrsaufkommen auf der Strecke nicht erforderlich, argumentierten die Bürger gestern bei einem Pressegespräch. Dadurch werde "rund eine Million Euro verschwendet", rechnete die Initiative vor.

Zentraler Punkt des dortigen Ausbaus ist, dass die BSAG die Straßenbahngleise so weit auseinanderlegen will, dass sich moderne, breitere Fahrzeuge begegnen können. Die Hartwigstraße sei dafür zu eng, kritisieren die Anwohner. Zwei Gleise seien für den vorhandenen Verkehr nicht erforderlich. "Die Linie 8 fährt in Spitzenzeiten alle zehn Minuten. Die Fahrtzeit vom Schwachhauser Ring bis zur Wachtmannstraße beträgt eine Minute, also sind beide Gleise maximal zehn Prozent ausgelastet. Ein Gleis wäre zu 20 Prozent ausgelastet", argumentiert Joachim Klaembt von der Interessengemeinschaft Hartwigstraße. Die Schlussfolgerung der Anwohner: Das zweite Gleis ist nicht erforderlich. 600 Meter Gleis in moderner Technik kosten nach ihren Angaben eine Million Euro. "Bremen hat kein Geld. Die BSAG hat kein Geld", sagt Joachim Klaembt.

Setzt sich die BSAG durch, befürchten die Anwohner, dass elf Bäume gefällt werden müssen. Außerdem würden die vorhandenen Parkplätze auf der Ostseite in den Grünstreifen der Baumreihe gedrückt, und rund 50 Parkplätze entfallen dauerhaft. Die Interessengemeinschaft fordert stattdessen eine eingleisige Trassenführung auf gesondertem Gleisbett. Dadurch könnten die Bäume und die Parkplätze erhalten bleiben.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+