Beirat Schwachhausen

Stefan Pastoor legt Mandat nieder

Nach fast zehn Jahren Beiratsarbeit in Schwachhausen legt SPD-Politiker Stefan Pastoor sein Mandat jetzt mit sofortiger Wirkung nieder.
14.09.2020, 05:00
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Von Maren Brandstätter
Stefan Pastoor legt Mandat nieder

Stefan Pastoor (SPD) legt sein Mandat nieder.

Christina Kuhaupt

Nach fast zehn Jahren Beiratsarbeit hat Stefan Pastoor sein Mandat jetzt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der SPD-Politiker war sowohl Sprecher seiner Fraktion, als auch stellvertretender Sprecher des Schwachhauser Beirats. „Diese Entscheidung hat einen persönlichen Hintergrund“, erklärt er. „Eine erfolgreiche ehrenamtliche politische Arbeit kann nur mit Unterstützung des persönlichen Umfeldes umgesetzt werden.“ Nun aber benötige seine Familie seine ungeteilte Kraft, weshalb er seine ehrenamtlichen Tätigkeiten in Vereinen und Partei bereits im vergangenen Jahr schrittweise zurückgefahren habe und nun zusätzlich gezwungen sei, auch das Beiratsmandat niederzulegen. „Den Bürgerinnen und Bürgern ist nicht gedient, wenn ich mit halber Kraft arbeite“, betont Pastoor. Rückblickend erinnere er sich besonders gerne an das Jahr 2015, „an die große Solidarität der Schwachhausener und der politischen Kräfte in der Krise um die Geflüchteten und deren Notlagen“. Etwas wehmütig sei er mit Blick auf den Verkehrsausschuss, in dem er für seine Fraktion saß. „Ich bedauere, nicht mehr an der wichtigen Diskussionen um die Neuordnung der Parkverhältnisse und damit der Veränderung der Gewichtung der Verkehrsmittel in unserem Stadtteil teilnehmen zu können“, sagt er. Außerdem ärgere es ihn im Nachhinein, die Neugestaltung der Bebauungspläne und damit den langfristigen Erhalt des Stadtbildes nicht konsequent nach vorne auf die Tagesordnungen der Gremien gebracht zu haben.

Für Ortsamtsleiterin Karin Mathes kam Pastoors Rücktritt „absolut überraschend“. Sie habe ihn als engagierten, zuverlässigen und kooperativen Stadtteilpolitiker erlebt, der auch in kontroversen Diskussionen stets einen freundlichen Umgangston gewahrt habe. Wer künftig seinen Platz im Beirat Schwachhausen einnehme, stehe aktuell noch nicht fest.

Beiratssprecherin Gudrun Eickelberg (Grüne) bedauert die Mandatsniederlegung ihres Stellvertreters, „wenngleich ich seine Entscheidung respektiere“. Sie habe Pastoor als konstruktiven und fairen Kollegen erlebt. „Für den Beirat Schwachhausen bedeutet sein Weggang einen großen Verlust an Kompetenz, die nur schwer zu ersetzen sein wird“, betont sie.

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