Retrospektive des Künstlers Andreas Ludwig in der Galerie Brunnenhof des St.-Joseph-Stifts Bilder versprühen pure Lebensfreude

Schwachhausen. Lithografien, die grün, rosa und gelbkariert sind, und bunte Aquarelle, die etwa zwanzig Farben vereinen, versprühen pure Lebensfreude und Fröhlichkeit. Eben diese Lebensfreude zeichnete den 2008 verstorbenen Künstler Andreas Ludwig aus. Seine künstlerischen Arbeiten sollen nun Patienten und Besucher des St.-Joseph-Stifts in positive Stimmung versetzen. Die Retrospektive mit dem Titel "Patterns & Prints. Malerei und Druckgrafik", die die Familie des Künstlers organisiert hat, ist jetzt in der Galerie Brunnenhof sowie im Café des Krankenhauses eröffnet worden.
27.01.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Carolin Henkenberens

Schwachhausen. Lithografien, die grün, rosa und gelbkariert sind, und bunte Aquarelle, die etwa zwanzig Farben vereinen, versprühen pure Lebensfreude und Fröhlichkeit. Eben diese Lebensfreude zeichnete den 2008 verstorbenen Künstler Andreas Ludwig aus. Seine künstlerischen Arbeiten sollen nun Patienten und Besucher des St.-Joseph-Stifts in positive Stimmung versetzen. Die Retrospektive mit dem Titel "Patterns & Prints. Malerei und Druckgrafik", die die Familie des Künstlers organisiert hat, ist jetzt in der Galerie Brunnenhof sowie im Café des Krankenhauses eröffnet worden.

Die Werke des aus Helmstedt stammenden Künstlers charakterisiert eine Dynamik, die durch das Zusammenspiel unterschiedlichster, zumeist sehr heller Farben erzeugt wird. "Das erfreut und erfrischt", sagt der ältere Bruder des mit 43 Jahren verstorbenen Andreas Ludwig. Zwischen den Bildern im Karo-Muster sind Malereien von Alltagsgegenständen zu sehen, die erst auf den zweiten Blick zu identifizieren sind. "Die Bilder sind interpretationsbedürftig. Ist das ein Kuchen oder eine Pflugschar? Ist das wirklich eine Tür?", fragt sich Ulrich Ludwig, der Bruder.

Unter den Bildern findet sich auch eine Reihe namens "Zustände", die den Entstehungsprozess der Bilder erkennen lässt. Vom ersten Probedruck bis hin zum fertigen Werk kann der Betrachter den künstlerischen Prozess nachvollziehen. Im Café befinden sich Arbeiten mit der Überschrift "die tulpe, der tulpe". Die Werke zeigen Muster und Alltagsgegenstände, auch wenn die Farben hier nicht ganz so lebenslustig und froh erscheinen.

Andreas Ludwig, der in Hannover zunächst Architektur und später Bildende Kunst studierte, gewann bereits während seiner Studienzeit etliche Preise. Er war Stipendiat im Künstlerhaus Meinersen im Landkreis Gifhorn und gewann den Kunstpreis "Junger Westen" der Kunsthalle Recklinghausen für Druckgrafik und Malerei. "Er hatte ein feinsinniges Gespür für Farben", sagt Christine Beab, die jüngere Schwester. Die Bilder der Ausstellung seien in der Zeit zwischen Studium und Stipendium entstanden - "in einer Zeit des Aufbruchs, der Sorglosig- und Grenzenlosigkeit", stellt Niels Ohrmann aus Hannover in seiner Eröffnungsrede fest. Er sagt, Bilder seien mehr als ein bloßes Abbild der Wirklichkeit, sondern verwiesen immer auch auf den Kontext und Künstler.

In manchen Werken seines Bruders erkennt Ulrich Ludwig ihm bekannte Gegenstände wie den heimischen Sessel mit Fernseher. Seinen verstorbenen Bruder beschreibt er als humorvoll: "Er hatte immer den Schalk im Nacken." Und eine gute Beobachtungsgabe habe er gehabt. Dinge gesehen, die anderen nicht aufgefallen seien. In seinem Atelier, das ihm gleichzeitig als Wohnung diente, habe er oft Chansons gehört. Aus diesem Grund tauchten die Besucher der Ausstellungseröffnung in die Atmosphäre des Hannoveraner Ateliers ein, als Holger Becker und Oliver Schöndube französische Lieder anstimmten.

"Er hat sehr viele Sachen ausprobiert", erzählt Ulrich Ludwig über seinen Bruder. Einiges davon sei auch "picassomäßig", oft versuchte er sich in anderen künstlerischen Richtungen. Ob er noch einen Traum gehabt hat, wissen die Geschwister des Künstlers nicht genau. Die Schwester vermutet: "Ich denke, es war sein Traum, weiter als Künstler arbeiten zu können." Die Retrospektive setzt in diesem Sinne die Arbeit Andreas Ludwigs fort.

"Patterns & Prints. Malerei und Druckgrafik" im St.-Joseph-Stift, Schwachhauser Heerstraße 54, bis zum 6. April. Informationen über den Künstler unter: http://andreasludwig.net.

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