Bildhauer verlegt 20 neue "Stolpersteine"

Schwachhausen (bec). Genügend Routine hat er inzwischen: Mehr als 500 "Stolpersteine" hat der Kölner Bildhauer Gunter Demnig bislang in Bremen verlegt. Jetzt sind in Schwachhausen 20 dazugekommen. Unter anderem in der Slevogtstraße erinnern die Tafeln an das Schicksal jüdischer Opfer der Nazi-Gewaltherrschaft. Zuerst stemmt der Künstler die Gehwegplatte hoch. Dann schaufelt er Sand aus dem Loch und macht Platz für drei "Stolpersteine". Sie erinnern an das Ehepaar Erich und Lotte Benjamin sowie an ihren Sohn Werner. "Erich Benjamin begang aus Verzweiflung Selbstmord. Seine Familie wurde nach Auschwitz deportiert und dort ermordet", sagt Barbara Johr von der Landeszentrale für politische Bildung. Als Paten der Steine für das Ehepaar Benjamin haben die Organisatoren Anning Lehmensiek und Conrad Thyssen aus Worpswede gewonnen. Sie haben gelbe Blumen aus ihrem Garten mitgebracht, die sie an den Stolpersteinen niederlegen wollen. "Es
06.12.2010, 05:00
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Bildhauer verlegt 20 neue
Von Andreas D. Becker

Schwachhausen (bec). Genügend Routine hat er inzwischen: Mehr als 500 "Stolpersteine" hat der Kölner Bildhauer Gunter Demnig bislang in Bremen verlegt. Jetzt sind in Schwachhausen 20 dazugekommen. Unter anderem in der Slevogtstraße erinnern die Tafeln an das Schicksal jüdischer Opfer der Nazi-Gewaltherrschaft. Zuerst stemmt der Künstler die Gehwegplatte hoch. Dann schaufelt er Sand aus dem Loch und macht Platz für drei "Stolpersteine". Sie erinnern an das Ehepaar Erich und Lotte Benjamin sowie an ihren Sohn Werner. "Erich Benjamin begang aus Verzweiflung Selbstmord. Seine Familie wurde nach Auschwitz deportiert und dort ermordet", sagt Barbara Johr von der Landeszentrale für politische Bildung. Als Paten der Steine für das Ehepaar Benjamin haben die Organisatoren Anning Lehmensiek und Conrad Thyssen aus Worpswede gewonnen. Sie haben gelbe Blumen aus ihrem Garten mitgebracht, die sie an den Stolpersteinen niederlegen wollen. "Es

geht uns darum, diese Menschen dem Vergessen zu entreißen, sie zu würdigen", beschreibt Anning Lehmensiek ihre Motivation für die Patenschaft. Dann legen sie ihre Blumen nieder. Barbara Johr und ihre Mitstreiter fügen rote Rosen hinzu.

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