Kunsthistorikerin eröffnet Galerie Corona Unger wagt Neuanfang

Schwachhausen. "In dem historischen Ambiente des ehemaligen Salons der Familie von Paula Modersohn-Becker ist es eine Ehre, aktuelle Kunst zu präsentieren", sagt die 34-jährige Kunsthistorikerin Corona Unger vom Verein Haus Paula Becker. Fünf Jahre sind seit der Vereinsgründung vergangen. Zwölf Ausstellungen zeitgenössischer Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie hat Unger organisiert, jetzt hat sie ihre eigene Galerie eröffnet.
16.01.2012, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Susanne Labatzke

Schwachhausen. "In dem historischen Ambiente des ehemaligen Salons der Familie von Paula Modersohn-Becker ist es eine Ehre, aktuelle Kunst zu präsentieren", sagt die 34-jährige Kunsthistorikerin Corona Unger vom Verein Haus Paula Becker. Fünf Jahre sind seit der Vereinsgründung vergangen. Zwölf Ausstellungen zeitgenössischer Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie hat Unger organisiert, jetzt hat sie ihre eigene Galerie eröffnet.

"Zur Kunstgeschichte bin ich über meine Familie gekommen", sagt die gebürtige Erfurterin. "An den Wänden unseres Zuhauses hingen schon immer originale Kunstwerke." In Jena, Oxford und Macerata (Italien) studierte Unger Kunst- und Kulturgeschichte und im Nebenfach Italienisch. Mit einer Arbeit über Paula Beckers Briefe und malerischen Zeugnisse qualifizierte sie sich für das Paula-Modersohn-Becker-Museum. Und auch ein Kinderbuch über Paula hat sie geschrieben. Nach zwei Jahren wechselte sie zum Verein Haus Paula Becker. "Es war für mich ein großer Luxus, nicht in vorgefertigte Fußstapfen zu treten, sondern in diese Stelle hineinwachsen zu können", resümiert sie. "Nachts oder wenn ich im Zug nach Hannover saß, weil ich dort hauptberuflich in einer Galerie arbeitete, habe ich die organisatorischen Strippen von der ersten Idee bis zur Hängung gezogen. Alle zwölf Ausstellungen sind persönliche Herzensangelegenheiten."

In vielen Ateliers war Corona Unger schon zu Besuch. "Wo sonst befindet man sich so nah am Puls der Zeit?" Anfang des Jahres gründete Unger mit Nicholas Bodde, der ebenfalls im Haus Paula Becker ausgestellt hatte, eine Galerie. "Ich bleibe dem Verein verbunden", sagt sie.

In der Beletage ihres Wohnhauses an der Georg-Gröning-Straße 14 gibt es am Freitag, 20. Januar, um 19 Uhr die erste Vernissage: "Und was ist so lustig an einem Ballon?" Präsentiert werden Collagen und Gedichte aus dem Munch-Zyklus des Berliner Künstlers Hank Schmidt in der Beek. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Kunsthalle.

Die Galerie Corona Unger, Georg-Gröning-Straße 14, ist mittwochs von 14 bis 18.30 Uhr, donnerstags von 10 bis 14 Uhr und von 16 bis 20 Uhr, freitags von 14 bis 18.30 Uhr, sonnabends von 11 bis 14 Uhr und nach Vereinbarung unter 3467474 geöffnet.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+