Direktorin Frauke von der Haar erläutert dem Beirat Schwachhausen Planungen der Einrichtung Focke-Museum fehlt nicht nur Blitzschutz

Schwachhausen. Da war en die Mitglieder des Beirats Schwachhausen sprachlos: Für den reetgedeckten Eichenhof, der zum Gebäude-Ensemble des Focke-Museums gehört, gibt es keinen Blitzschutz. Die Politiker wollen sich für eine Nachrüstung einsetzen.
31.01.2010, 08:31
Lesedauer: 2 Min
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Focke-Museum fehlt nicht nur Blitzschutz
Von Detlev Scheil

Schwachhausen. Die Mitglieder des Beirats Schwachhausen konnten es kaum fassen: Eine Blitzschutzanlage für den historischen, reetgedeckten Eichenhof, der zum Gebäudeensemble des Focke-Museum gehört, gibt es bisher nicht. Das berichtete Museumsdirektorin Frauke von der Haar auf der Beiratssitzung am Donnerstagabend im Landesmuseum. Der Beirat will sich nun dafür stark machen, dass der Blitzschutz auf jeden Fall nachgerüstet wird. 'Es wäre eine Katastrophe, wenn der Eichenhof mit seinen wertvollen Sammlungen abbrennen würde', hieß es.

Derzeit ist der Eichenhof, in dem einzigartige Exponate aus Bremens Ur- und Frühgeschichte untergebracht sind, für die Besucher gesperrt. Voraussichtlich erst im Frühjahr 2011 soll er wieder eröffnet werden.

Wenn es nach der Museumsleiterin und ihrem Team geht, dann umfangreich saniert und mit einer vor allem auch für Schulklassen attraktiveren, lebendigeren Präsentation der Ur- und Frühgeschichte.

Erlebnisausstellungen sind gefragt

Das Ausstellungen von Schmuckstücken in Vitrinen genüge nicht mehr - Erlebnisausstellungen und forschendes Lernen seien gefragt, sagte Frauke von der Haar. 'Derzeit wandern immer mehr Schulklassen bei ihren Exkursionen in den Oldenburger Raum ab, weil sie dort bessere Möglichkeiten haben', sagte sie.

Wie umfangreich der Eichenhof saniert und neu gestaltet werden kann, soll sich nach ihren Worten im Februar bei einem Gespräch mit Immobilien Bremen, dem Gebäudeeigentümer, zeigen. Frauke von der Haar wünscht sich - in voller Übereinstimmung mit dem Beirat Schwachhausen - auch eine Aufwertung und bessere Nutzung des Parks rund ums Museum.

"Botanische Raritäten"

Dort gebe es etliche 'botanische Raritäten' und Skulpturen, die bisher leider allesamt unbeschriftet seien. Nach und nach seien Erläuterungstafeln vorgesehen. Außerdem seien Stelen mit einer Parkordnung erforderlich. Doch auch dafür fehle das Geld, erklärte die Direktorin.

Ein Spendenaufruf für die Restaurierung des Franzosentors (wir berichteten) sei erst mäßig erfolgreich: '1210 Euro sind bisher zusammengekommen - wir brauchen das Zehnfache.' Überhaupt habe das Museum viele 'Baustellen', und es sei sehr mühselig, die nötigen Mittel einzuwerben. Frauke von der Haar: 'Zu 70 Prozent bin ich damit beschäftigt, Spenden und Sponsoren vor allem für unsere Ausstellungen zusammenzubekommen.'

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