Neue Räume Frühere Gerichtsbibliothek ist nun Kita "Kinderstern"

Schwachhausen. Wo früher juristische Fachbücher und Gesetzestexte untergebracht waren, spielen und toben jetzt kleine Kinder. In der ehemaligen Bibliothek des Landesarbeitsgerichts in der Parkallee hat seit September die Kita Villa Kinderstern ihr Domizil.
12.01.2010, 08:37
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Frühere Gerichtsbibliothek ist nun Kita
Von Andreas D. Becker

Schwachhausen. Wo früher juristische Fachbücher und Gesetzestexte untergebracht waren, spielen und toben jetzt kleine Kinder. In der ehemaligen Bibliothek des Landesarbeitsgerichts in der Parkallee hat seit September die Kita Villa Kinderstern ihr Domizil.

Initiatoren des Projekts sind Astrid Wohlgemuth-Baier und ihr Mann Widukind Baier. Die Erzieherinnen Christiane Menke-Albrecht und Ronja El-Khaouda betreuen acht Kinder im Alter bis drei Jahre. Die Räume sind hell und freundlich eingerichtet. Wippen, Schaukeln und andere Dinge laden zum Spielen ein. Der Hauptraum hat 60 Quadratmeter, ein Ruheraum 35 Quadratmeter. Dazu kommen sanitäre Anlagen und eine Küche.

Dass von den ersten Planungen bis zur Eröffnung der Kita nur knapp sechs Monate vergangen sind, können die Initiatoren selbst kaum glauben. „Vorher hatten uns alle gewarnt, das würde ewig dauern. Aber wir haben uns nicht beirren lassen und hatten wohl auch Glück“, sagt Widukind Baier. „Ursprünglich hatten wir nur einen Betreuungsplatz für unsere Tochter Luisa gesucht“, erzählt Baier. Als dann die Villa zu einem buddhistischen Zentrum umgebaut wurde und klar war, dass das Souterrain nicht benötigt würde, dachte sich das Ehepaar: „Wir versuchen, eine eigene Kindertagesstätte aufzuziehen.“

Verlief ein erstes Gespräch mit dem Amt für Soziale Dienste mit der Bitte um Zuschüsse noch nicht hoffnungsvoll, kam der Stein kurze Zeit später ins Rollen. „Wir hatten zwei Monate später wieder Kontakt und erhielten die Zusage, dass Mittel freigeworden seien“, berichtet Astrid Wohlgemuth-Baier.Eine Ortsbegehung mit dem Jugendamt verlief ebenfalls positiv, sodass die Baiers darangehen konnten, den Papierkrieg und den Umbau zu bewältigen. „Vorher war wie im ganzen Haus Nadelfilz verlegt. Also mussten wir Parkett verlegen, überall neue Leitungen einbauen und alles kindgerecht einrichten, auch die sanitären Anlagen“, so Widukind Baier.

Das pädagogische Konzept von Astrid Baier-Wohlgemuth setzt auf die Waldorf-Pädagogik und die Prinzipien der Bewegungspädagogik. Die Kinder stammen aus Schwachhausen und dem Viertel. Getragen wird die Kita von einem Elternverein. Zurzeit sind alle Plätze belegt. Wer Interesse hat, kann sein Kind per E-Mail an villakinderstern@yahoo.de auf eine Warteliste setzen lassen.

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