Schwachhausen Initiative klagt über Falschparker an Haltestelle

Die „Initiative autofreie Geh- und Radwege“ fordert einen barrierefreien Zugang zur Haltestelle Busestraße an der Crüsemannallee. Falschparker würden hier teils tagelang auf dem Geh- und Radweg parken.
19.05.2019, 22:22
Lesedauer: 1 Min
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Von Maren Brandstätter

Die „Initiative autofreie Geh- und Radwege“ sieht dringenden Handlungsbedarf an der Crüsemannallee – genauer gesagt, an der Haltestelle Busestraße. Sie fordert einen barrierefreien Zugang zur Haltestelle, wie Bernd Thomsen als Vertreter der Initiative jetzt im Fachausschuss Verkehr erklärt hat.

Thomsen zufolge wird an der Haltestelle ständig und teils tagelang auf dem Geh- und Radweg geparkt, was nicht zuletzt zu gefährlichen Sichtbehinderungen führe. Auch eine Straßenreinigung sei durch das Falschparken hier nicht möglich, was beispielsweise in Höhe von Hausnummer 40 einen verstopften Gully zur Folge habe. Da das Regenwasser dementsprechend nicht mehr abfließen könne, werde der Zugang zur Haltestelle bei stärkerem Regen großflächig überschwemmt. Für die Müllabfuhr sei die Situation ebenfalls heikel. Sie müsse sich mit den großen Containern mühsam einen Weg zwischen den Falschparkern suchen.

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Der Verkehrsausschuss hatte vor einiger Zeit beschlossen, Fahrradbügel entlang der Straße zu installieren, um die Situation in den Griff zu bekommen. Laut Thomsen werden aber auch die täglich zur Hälfte zugeparkt. Die Falschparker würden obendrein andere Verkehrsteilnehmer in Richtung der Gleise und zum Überfahren der neu angelegten durchgezogenen Linien zwingen. Auch ein altbekanntes Ärgernis des Verkehrsausschusses sei durch die Installation der Fahrradbügel nicht behoben worden: das Parken in zweiter Reihe in Höhe der Hausnummer 39. Zu diesem Zweck legten die Falschparker mehr als 100 Meter auf dem Geh- und Radweg zurück.

Im Verkehrsausschuss war man sich nach Thomsens Schilderungen fraktionsübergreifend einig, dass neben einer zeitnah verstärkten Überwachung durch das Ordnungsamt perspektivisch auch bauliche Maßnahmen zu ergreifen seien. Welche, das müsse der neue Beirat entscheiden. In einem einstimmig verabschiedeten Beschluss des Ausschusses heißt es, das Amt für Straßen und Verkehr werde gebeten, zu prüfen, mit welchen baulichen Maßnahmen das regelwidrige Verhalten der Autofahrer in der Crüsemannallee unterbunden werden kann. Für die Finanzierung aus dem Stadtteilbudget werde neben den Maßnahmenvorschlägen um entsprechende Kostenschätzungen gebeten.

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