Kommentar über Sport im Bürgerpark Läufer einfach mal machen lassen

Ein paar Bremer Läufer wollten im Bürgerpark einen ehrenamtlichen Parkrun etablieren. Doch Direktor Großmann hat das abgelehnt. Dabei sollte man die Läufer einfach mal machen lassen, schreibt Mathias Sonnenberg.
12.03.2019, 05:50
Lesedauer: 1 Min
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Läufer einfach mal machen lassen
Von Mathias Sonnenberg

Wem gehört eigentlich der Bürgerpark? Die Frage ist vermutlich so alt, wie Bremens größte grüne Oase existiert. Ein paar Läufer wissen jetzt: Ihnen gehört der Park jedenfalls nicht. Sie wollten dort einen sogenannten „Parkrun“ über fünf Kilometer für sonnabends, 9 Uhr, etablieren. Und haben von Direktor Tim Großmann eine Abfuhr erhalten.

Eine ehrenamtliche Idee übrigens, die in 15 anderen deutschen Städten reibungslos funktioniert. Und Menschen für einen Zeitraum von vielleicht 60 Minuten in einem Park zusammen bringt, um Sport zu treiben. Großmann sagt, dass ihn das Konzept nicht überzeugt habe. Darf er als Hausherr und Verwalter natürlich finden, er muss schließlich für Recht und Ordnung sorgen und mögliche Folgen verantworten.

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Dass er im Bürgerpark schon ein Alkoholverbot auf Wegen und Wiesen durchgesetzt hat – geschenkt! Damit haben sich die Besucher arrangiert, weil sich Deutschland ja eh auf dem Weg zu einem Verbotsland befindet. Aber ein Sportverbot? Es wäre viel besser, die Läufer einfach mal machen zu lassen. Und nicht immer im Vorfeld gute Projekte zu stoppen, bevor sie überhaupt gestartet sind.

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