Lage in den Schwachhauser Seniorenheimen

Es ist etwas entspannter

Dank regelmäßiger Tests und Impfung von Bewohnern und Mitarbeitern hat sich die Lage in den Seniorenheimen entspannt. Exemplarisch berichteten dies zwei Einrichtungen dem Sozialausschuss Schwachhausen.
26.04.2021, 05:00
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Von Maren Brandstätter
Es ist etwas entspannter

Im Pflegeheim Sparer Dank der AWO ist nach vorheriger Testung der Besuch von Angehörigen erlaubt, wie Einrichtungsleiterin Katja Seidel (links) dem Sozialausschuss des Beirats Schwachhausen berichtet.

Karsten Klama

Die Lage in Schwachhausens Senioreneinrichtungen hat sich etwas entspannt, so jedenfalls wurde es jetzt dem Sozialausschuss des Beirats exemplarisch aus zwei Einrichtungen mitgeteilt. Aus einem Telefonat mit Katja Seidel von der Awo-Einrichtung Haus Sparer Dank in Neu-Schwachhausen berichtete Ortsamtsmitarbeiter Thomas Berger, dass hier aktuell sämtliche Bewohner sowie 90 Prozent der Mitarbeiter geimpft seien. Das Kollegium werde zudem zweimal wöchentlich verpflichtend getestet. Immens verbessert habe sich die Situation für die Bewohner durch die inzwischen zulässigen Besuche, die mit tagesaktuellen Negativ-Coronatests in die Einrichtung kommen dürfen.

Karin Butt, Leiterin des Caritas-Hauses St. Elisabeth in Riensberg, berichtete von einem Corona-Ausbruch im vergangenen Januar. 20 Bewohner und zehn Mitarbeiter seien davon betroffen gewesen. Bemerkenswert sei dabei gewesen, dass die Bewohner, die kurz zuvor zum ersten Mal geimpft worden seien, so gut wie keine Symptome gezeigt hätten, während es den noch nicht geimpften Mitarbeitern sehr schlecht gegangen sei. Die einschneidendste Folgeerscheinung war laut Butt in dieser Zeit allerdings die allgemeingültige vierwöchige Zimmerquarantäne. „Das war sehr schlimm für unsere Bewohner“, betonte die Leiterin. In dieser Hinsicht wünsche sie sich für die Zukunft punktuelle Maßnahmen anstelle einer pauschalen Quarantäne. „Vier Wochen Zimmerquarantäne sind unmenschlich“, sagte sie.

Aktuell seien Besuche ebenso wie im Haus Sparer Dank nach vorheriger Testung gestattet. Die Erleichterung darüber sei bei den Bewohnern immens. Auch innerhalb der einzelnen Wohnbereiche, die als Kohorten gelten, seien wieder Angebote möglich, sofern die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden könnten. Derzeit werden laut Butt sowohl Mitarbeiter als auch Bewohner zweimal wöchentlich getestet, 90 Prozent der Bewohner seien bereits geimpft. „Es ist eine deutliche Entspannung spürbar“, berichtete die Leiterin. „Aber von Normalität sind wir noch weit entfernt.“

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